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Beobachtungsturm Nienwalde
Beobachtungsturm offiziell eröffnet
Einweihung des Klaus Bahlsen Turmes in Nienwalde mit Staatssekretär Dr. Eberl
Seeadlerkarussell im Treppenhaus des Turms; Ausführung durch den Bauhof der Samtgemeinde Gartow.
7. September 2007: Heute fand die Einweihung des Klaus Bahlsen Turmes in Nienwalde statt. Dieser ist Bestandteil des Projektes "Seeadler-Beobachtung in der Seegeniederung bei Gartow", das von der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung mit 750.000 Euro gefördert wird. Der Beobachtungsturm wurde nach dem Namen des Stiftungsgründers Klaus Bahlsen benannt.
Der Klaus Bahlsen Turm wurde von Friedrich Wilhelm Schröder, Bürgermeister der Samtgemeinde Gartow, Dr. Christian Eberl, Staatssekretär des Niedersächsischen Umweltministeriums, Prof. Dr. Burkhard Huch, Vorstandsvorsitzender der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung und Hans-Jörg Helm, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen offiziell für Besucher eröffnet.
v.l.n.r. Staatssekretär Dr. Eberl, Samtgemeindebürgermeister Schröder, Stiftungsvorsitzender Prof. Dr. Huch, NABU-Landesvorsitzender Helm
Vor fast genau zwei Jahren wurde der Vertrag zum Projekt unterzeichnet. Jetzt ist mit der Eröffnung des Klaus Bahlsen Turm ein erster Projektschwerpunkt vollendet. Pünktlich zur Einweihung waren alle Informationstafeln fertig gestellt, die Wissenswertes über das Projekt, die einzigartige Natur in der oberen Seegeniederung, die heimische Tier- und Pflanzenwelt und natürlich über den Seeadler vermitteln.
"Oben vom Turm im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue können die Besucher den spektakulären Seeadler und andere Großvogelarten beobachten, ohne sie zu stören", freute sich Staatssekretär Eberl. "Dem Umweltministerium ist es überaus wichtig, dass solche Angebote geschaffen werden. Denn klar ist: Nur wer die Natur erlebt, versteht und schätzt, ist auch bereit, sich für ihren Schutz einzusetzen."
Stiftungsvorsitzender Prof. Dr. Huch bei der Einweihung des Turms
Prof. Dr. Burkhard Huch, Vorsitzender der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung weiß die Stiftungsmittel gut investiert: "Das von uns unterstützte Projekt ist eine hervorragende Möglichkeit, Naturschutz mit der Förderung von regionaler Entwicklung zu verbinden. Der überwiegende Teil der Gelder fließt direkt in Maßnahmen, die unmittelbar zur Aufwertung der Landschaft und Verbesserung ihrer Erlebbarkeit führen. Und mit der Eröffnung des Klaus Bahlsen Turmes ist in der Region für alle Naturinteressierten ein ganz besonderer Anziehungspunkt geschaffen worden."
"Das Engagement der Stiftung für dieses Projekt eröffnet der Samtgemeinde die Möglichkeit, neben Naturschutzaspekten zugleich wirtschaftliche, insbesondere touristische und strukturpolitische Ziele zu verfolgen", freut sich Gartows Samtgemeindebürgermeister Friedrich-Wilhelm Schröder. "Entsprechend haben Firmen aus der Umgebung hier gearbeitet und werden die Menschen vor Ort von den Gästen und Besuchern profitieren. Wir freuen uns auf die Gäste. Sie sind uns herzlich willkommen."
NABU-Landesvorsitzender Hans-Jörg Helm spricht zu den Einweihungsgästen
NABU Landesvorsitzender Hans-Jörg Helm erklärte: "Wir hoffen, dass die Informationen über den einzigartigen Seeadler dazu beitragen, dass rechtswidrige Tötungen des deutschen Wappenvogels in Niedersachsen nicht wieder passieren. Wir hoffen, dass dies mit unserer gemeinsamen "Hannoverschen Erklärung gegen illegale Verfolgen von Greifvögeln" auch erreicht werden kann. Mit dem Klaus Bahlsen Turm können wir vielen Menschen die Schönheit und den Wert dieses einzigartigen Landschaftsraumes zeigen. Deshalb engagieren wir uns hier. Damit wird vermittelt, wie wichtig es ist, sich für den Erhalt unseres niedersächsischen Naturerbes einzusetzen."
Gut besucht: die Eröffnung des Aussichtsturm.
Auch der Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung, Dr. Prüter, zeigte sich mit dem Projektverlauf und der Einweihung des Turmes sehr zufrieden, da doch die Grundkonzeption des Seeadlerprojekts mit den verschiedenen Projektbausteinen in der Biosphärenreservats-verwaltung entwickelt wurde. "Mit dem Seeadlerprojekt ist es allen Beteiligten gelungen, die landschaftlichen Reize und den Artenreichtum im Biosphärenreservat in besonderer Weise hervorzuheben. Dieses entspricht ganz dem Charakter von Biosphärenreservaten als Modellregionen im Miteinander von Mensch und Natur" so Prüter.
Die bautechnische Abwicklung des Klaus Bahlsen Turmes lag in den Händen des örtlichen Architekten Dipl.-Ing. Architekt BDLA Sigurd Stüben aus Gartow und der ebenfalls vor Ort ansässigen Firma Zimmerei Stüben. Die Gesamthöhe des Turms beträgt 15 Meter, in 12 Metern Höhe befindet sich eine Beobachtungsplattform. Die Holzkonstruktion wurde aus zertifiziertem Holz aus dem gräflichen Forst errichtet. Der Klaus Bahlsen Turm verfügt über ein geschlossenes Treppenhaus mit drei Zwischenplateaus sowie ein Reetdach und eine Reet-Schürze.
Turm mit Dach der Übersichtstafeln; Ausführung durch den Bauhof der Samtgemeinde Gartow.
Zahlreiche Informationstafeln machen das Projekt "Seeadler-Beobachtung" anschaulich. Im Klaus Bahlsen Turm befinden sich auf der mittleren Etage zwei Schautafeln zum Thema "Vogelaugen". Innerhalb der Turmkanzel erfährt man an einem Infokarussell mehr über den Seeadler. An der Brüstung der Beobachtungsplattform wird auf einer Übersichtstafel der überschaubare Projektbereich mit dem noch anzulegenden Gewässer für Großvögel, den Mäandern und dem 2 km langen Rundwanderweg dargestellt. Weitere Schautafeln mit den hier vorkommenden Großvogelarten sowie eine Tafel, mit deren Hilfe Gäste das "Sehen eines Seeadlers" simulieren können, sind auf der Beobachtungsplattform angebracht. Vor dem Turm und im Gelände am 2 km langen Rundwanderweg befinden sich weitere Schautafeln. Das Konzept und Layout kommt von Stefan Reinsch, Elbtalführungen, aus Pevestorf.
Staatssekretär Dr. Eberl im Gespräch mit Besuchern auf der Turmkanzel.
Vom Turm blickt man über Deich und Baumkronen hinweg in die Seegeniederung hinein. Hier sollen Bagger durch die Anlage eines Gewässers für Großvögel und die Anlage von sechs Flussschleifen (Mäandern) noch eine für das Elbe-Urstromtal typische Wasserlandschaft entstehen lassen - und damit auch ein weiteres Revier für den heimischen Seeadler, der dem Projekt seinen Namen gegeben hat. Aufgrund der feuchten Witterung in diesem Jahr konnte dieser weitere Projektschwerpunkt allerdings bisher noch nicht verwirklicht werden.
Schüler der Gartower Schulen sind über projektbezogene Partnerschaften mit in das Projekt eingebunden. Die Kinder der Grundschule Gartow haben bereits eine Broschüre für Kinder "Wo bitte geht`s zum Seeadler" geschrieben. Und Schülergruppen der Elbtalschule Gartow beobachten, wie sich durch die Renaturierung der Seege die Landschaft verändert, welche Tier- und Pflanzenarten hinzukommen und verschwinden oder welche Auswirkungen dies auf die Qualität des Wassers haben wird. So wird beispielsweise der Biologieunterricht zum Thema entsprechend abgestimmt und die Schüler unternehmen an Projekttagen Exkursionen in das Gebiet, um umfangreiche Bestandsaufnahmen vorzunehmen. Eine weitere Schülergruppe begleitet alle Vorhaben mit der Kamera und erstellt eine Dokumentation.
"Tag der offenen Tür"
im Beobachtungsturm Gartow-Nienwalde
2. Mai 2007: Seit 2006 wird in der Oberen Seegeniederung geplant, gebaut, gebaggert und der Grundstein für ein künftiges Naturparadies gelegt. Vom neuen, markanten Beoabachtungsturm bei Gartow-Nienwalde hat man einen guten Ausblick auf das Projektgebiet. Bis 2008 sollen in der oberen Seegeniederung mehrere Wasserflächen neu angelegt sowie der Flusslauf der Seege in bis zu sechs Schleifen zurückgeführt werden.
Bis zur offiziellen Einweihung und Eröffnung des bereits fertig gestellten Turmes, wird es mehrere "Tage der offenen Tür" für alle Interessierten angeboten. Jeweils für eine Stunde werden aktuelle Informationen zu Natur und Landschaft im Gebiet erläutert, verbunden mit einem freien Ausblick vom Turm auf die obere Seegeniederung.
Beginn der "Tage der offenen Tür" beim Beobachtungsturm Gartow-Nienwalde ist jeweils um 19.00 Uhr; der Eintritt ist frei. Die Führung wird geleitet von Stefan Reinsch, der sich in der Natur in und umzu Gartow bestens auskennt.
Die Termine im Einzelnen:
Sonntag, 6. Mai 2007
Freitag, 25. Mai
Freitag, 15. Juni
Sonntag, 15. Juli
Freitag, 27. Juli
Mittwoch, 15. August 2007
Interessierte Gruppen und Schulklassen können darüber hinaus weitere Führungen vor Ort vereinbaren.
Kontakt: Stefan Reinsch, 05846/980366
Richtfest beim Seeadlerprojekt
Beobachtungsturm geht seiner Vollendung entgegen
Am 18. September 2006 fand das Richtfest des Beobachtungsturmes Nienwalde statt. Dieser ist Teil des Projektes "SeeadlerBeobachtung in der Seegeniederung bei Gartow". Vor fast genau einem Jahr wurde feierlich am 5. September 2005 die Vertragsunterzeichnung zum Projekt vorgenommen. Jetzt, ein Jahr später, geht ein erster Projektschwerpunkt, der Beobachtungsturm Nienwalde als ein Herzstück des Seeadlerprojektes, seiner Vollendung entgegen.
Umweltminister Hans-Heinrich Sander sagte: "Wir sind froh, dass es in Niedersachsen wieder Seeadler gibt. Inzwischen 20 Paare. Wir wollen, dass es mehr werden. Daher engagieren wir uns im Artenschutz. Damit die Menschen etwas davon haben, sorgen wir dafür, dass sie Natur erleben können. Und wir sind hoch erfreut, dass wir die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung gewinnen konnten, das Seeadler Erleben mit 700.000 Euro zu unterstützen. Dass dabei mehr als Seeadler erlebt werden können, nämlich die herrliche Landschaft mit ihren Pflanzen und Tieren, versteht sich von selbst."
Nach dem Richtspruch des Zimmermeisters erklärte Prof. Dr. Burkhard Huch, Vorsitzender der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung: "Das von uns unterstützte Vorhaben ist eine hervorragende Möglichkeit, den Naturschutz mit der Förderung von regionaler Entwicklung und wirtschaftlichen Aspekten zu verbinden. Entsprechend haben Firmen aus der Umgebung hier gearbeitet und werden die Menschen vor Ort von den Gästen und Besuchern profitieren."
"Die Menschen können bei uns in Gartow naturverträglich Vögel, Tiere und die Seegeniederung erleben. Wir freuen uns auf die Besucher. Sie sind uns herzlich willkommen. Sie sollen an unserer schönen Natur teilhaben" sagte Gartows Samtgemeinde-Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schröder beim traditionellen Richtfest. Mit dem Turm gehe ein erstes Herzstück des Projektes seiner Vollendung entgegen, so Schröder weiter.
Von dem über 15 Meter hohen Beobachtungsturm blickt man über Deich und Baumkronen hinweg in die Seegeniederung. In Kürze werden hier Bagger eine Wasserlandschaft entstehen lassen, wie sie einst überall im Urstromtal der Elbe vorzufinden war - ein weiteres Revier für den heimischen Seeadler, der dem Projekt seinen Namen gegeben hat. Der Beobachtungsturm Nienwalde bietet die Möglichkeit, neben Seeadlern andere seltene Tierarten in naturverträglicher Weise zu erleben.
NABU Landesvorsitzender Hans-Jörg Helm erklärte: "Wir können vielen Menschen die Schönheit und den Wert dieses einzigartigen Landschaftsraumes zeigen. Deshalb engagieren wir uns hier. Damit wird vermittelt, wie wichtig es ist, sich für den Erhalt unseres niedersächsischen Naturerbes einzusetzen." Neben den Naturschutzaspekten werden mit dem Projekt Seeadlererleben im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue zudem auch touristische und regionalwirtschaftliche Ziele umgesetzt. Um den Seeadler erleben können, müsse mit einem landesweiten Verbot für Bleimunition sein Erhalt langfristig gesichert werden, forderte Helm.
Hans-Jörg Helm weiter: "Bürgerschaftliches Engagement erbringt konkrete Dienstleistungen und verbessert so die Lebensqualität in unserem Land, wie es Bundespräsident Horst Köhler am Sonnabend benannte. Ohne ehrenamtliches Engagement wäre es um unsere niedersächsischen natürlichen Lebensgrundlagen schlecht bestellt. Dass es in Niedersachsen noch Seeadler gibt, ist vor allem ein Verdienst des engagierten Einsatzes ehrenamtlicher Naturschützer. Meinen ganz herzlichen Dank an Peter Görke und Hubert Horn für ihre freiwillige und unentgeltliche Arbeit als Seeadlerbetreuer stellvertretend für alle niedersächsischen Ehrenamtlichen in dieser Woche des bürgerschaftlichen Engagements. "
Die bautechnische Abwicklung des Holz-Beobachtungsturmes lag in den Händen des örtlichen Architekten Dipl.-Ing. Architekt BDLA Sigurd Stüben aus Gartow und der vor Ort ansässigen Firma Zimmerei Stüben, ebenfalls aus Gartow.
Neben der Errichtung des Beobachtungsturmes Nienwalde gibt es weitere Bausteine in dem Vorhaben. So soll auch der ursprüngliche Verlauf der Seege wieder hergestellt werden. Zurzeit fließt die Seege noch kanalartig, nahezu schurgerade durch die Wiesen. Ende des Jahres aber soll sie wieder in ihrem ursprünglichen Flussbett fließen. Bis zu sechs Flussschleifen werden wieder hergestellt. Daneben entstehen fünf unterschiedlich große Flutmulden auf Flächen des Landes Niedersachsen und ein größerer Nahrungsteich mit Fischbestand. Zukünftig sollen sich hier wilde Wasservögel einfinden und somit das Jagdspektrum des Seeadlers bereichern.
Wie sich dabei die Landschaft verändert, welche Tier- und Pflanzenarten hinzukommen und verschwinden oder welche Auswirkungen die Renaturierung der Seege auf die Qualität des Wassers haben wird, beobachten bereits neugierig die Schüler der Gartower Schulen. Diese sind im Zuge von Umweltbildungsmaßnahmen mit in dieses Projekt eingebunden. Die Gartower Elbtalschule stimmt beispielsweise den Biologieunterricht zum Thema entsprechend ab und die Schüler unternehmen an Projekttagen Exkursionen in das Gebiet, um umfangreiche Bestandsaufnahmen vorzunehmen. Eine weitere Schülergruppe begleitet alle Vorhaben mit der Kamera und erstellt eine Dokumentation.
Das Projekt wird mit Mitteln der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung gefördert und ist Bestandteil des landesweiten Vorhabens "Natur erleben in Niedersachsen" des Niedersächsischen Umweltministeriums. Als Projektträger fungieren die Samtgemeinde Gartow sowie der NABU Niedersachsen.
Das Projekt wurde geprüft durch das Niedersächsische Umweltministerium, den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie die Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue und wird von diesen bei seiner Umsetzung begleitet.
Erster Spatenstich beim Seeadlerprojekt
Beobachtungsturm bei Nienwalde wird errichtet
Am 11. Juli 2006 haben die Bauarbeiten am Beobachtungsturm Nienwalde im Projekt "Seeadler-Beobachtung in der Seegeniederung bei Gartow" begonnen. Eher unspektulär aber sehr effektiv wurde mit einem Radlader begonnen, die Fundamente für die Eckpfosten des Turmes auszuheben, indem mit einem Radlader zunächst die Grasnarbe abgeschoben wurde. Der Beobachtungsturm besteht aus Holz und wird durch die ortsansässige Firma Zimmerei Stüben aus Gartow, errichtet. Die Planung wurde von Dipl.-Ing. Architekt BDLA, Sigurd Stüben, aus Gartow ausgearbeitet. Die Baumaßnahmen werden überwacht und koordiniert durch die Samtgemeinde Gartow, Herrn Lutz Haas, der sich über die termingerechte Einhaltung des geplanten ersten Spatenstichs erfreut zeigte.

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