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Infopoint eröffnet
Infopoint eröffnet
Historische Sieltore begrüßen Naturtouristen im Rheiderland
22. August 2006: "Herzlich willkommen im Rheiderland!", so empfängt der NABU Ostfriesland zukünftig Naturtouristen zwischen Ems und Holland. Im Beisein von Leeraner Landrat Bernhard Bramlage und Jemgums Bürgermeister Jakobus Baumann enthüllte NABU-Präsident Olaf Tschimpke jetzt eine entsprechende Infotafel am Soltborger Kolk.
Hier hatte der NABU bereits vor drei Jahren eine behindertengerechte Beobachtungshütte gebaut. Nachdem die Gemeinde Jemgum mit Unterstützung des Landkreises Leer den angrenzenden Parkplatz neu gepflastert hatte, wurde hier jetzt ein so genannter 'Infopoint' eröffnet. Für die besondere Eingangssituation stellte die Gemeinde dem NABU zwei historische Sieltore zur Verfügung. Diese wurden auf dem Fußweg zur Beobachtungshütte aufgestellt und laden so den Gast zum Besuch ein. Zwei Infotafeln informieren über die Beobachtungsmöglichkeiten im Rheiderland und die Funktion der alten Sieltore.
"Der Besucher, der nun die erste Autobahnabfahrt hinter dem Tunnel abfährt in Richtung Jemgum kommt zuerst hier vorbei und kann sich so eine Übersicht verschaffen", erklärte Matthias Bergmann, Geschäftsführer NABU-Ostfriesland. Der Infopoint wurde errichtet im Rahmen des Projektes "Förderung des nachhaltigen Naturtourismus im Rheiderland" finanziert von Leader+ WERO, der Niedersächsischen Wattenmeerstiftung und der Umweltlotterie Bingo.
Olaf Tschimpke, NABU Präsident, der die Station im Rahmen seiner Sommerreise durch Niedersachsen heute aufsuchte, hat zum Naturtourismus im Rheiderland eine besondere Beziehung. Schon 1998 brachte er als damaliger Landesgeschäftsführer des NABU Niedersachsen das Projekt 'Naturerlebnis Ostfriesland' auf den Weg. "Dieses Projekt war der Grundstein für den Naturtourismus im Rheiderland", erinnerte sich Tschimpke. Seitdem führt der NABU insbesondere im Winterhalbjahr die inzwischen überregional bekannten Busexkursionen ins Rheiderland durch und lockt Naturbegeisterte aus ganz Deutschland an Dollart und Ems.
Doch auch im Sommer sind zahlreiche Naturfreunde entlang der Internationalen Dollart Route unterwegs. Allein auf deutscher Seite hat der NABU entlang dieser Radroute bisher fünf feste Beobachtungseinrichtungen geschaffen. "Diese sind jederzeit geöffnet und enthalten alle individuelle Infotafeln zu den jeweiligen Arten und Beobachtungsmöglichkeiten vor Ort", so Bergmann. Geplant sind weiterhin so genannte Imageschilder zum 'Naturerlebnis Rheiderland' entlang der Autobahn und zwei Infotafeln an den Autobahnparkplätzen im Rheiderland.

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