Niedersachsen.NABU.de NABU Regionalgeschäftsstellen Oldenburg Lebendiger Friedhof

Lebendiger Friedhof

Lebendiger Friedhof

Pilotprojekt in Varel erfolgreich abgeschlossen

Lebendiger Friedhof gross

v.l.n.r.: Heidrun Bleß, Enno Juilfs, Wolfgang Wehner, Tom O. Brok, Rüdiger Wohlers, Birgit Röttering

15. Juni 2011 - Der evangelische Friedhof in der Kirchengemeinde Varel war in den vergangenen zwei Jahren Standort des Modellprojektes Lebendiger Friedhof. Es wurde gemeinsam vom Naturschutzbund NABU Oldenburger Land und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Varel getragen. Leitgedanken des Projektes waren, den kirchlichen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung mit dem Naturschutz zu verbinden.

Dank des Einsatzes von vielen - vor allem jungen - Menschen konnten zahlreiche Kleinprojekte auf dem Vareler Friedhof umgesetzt werden, lobte der Geschäftsführer des NABU Oldenburger Land, Rüdiger Wohlers. Schülerinnen und Schüler der Realschule Arngasterstraße hatten 56 Nistkästen gebaut, die von der Jugendfeuerwehr aufgehängt wurden und nun weiter gepflegt werden. Konfirmandinnen und Konfirmanden pflanzten einheimische Sträucher an die Begrenzungen von Grünflächen und legten eine Trockenmauer an. Diese bietet, mit einheimischen Stauden bepflanzt, zahlreichen Insekten, Reptilien, Amphibien und Kleinsäugern Unterschlupfmöglichkeiten. Eine Insektenwand wurde im Rahmen eines Familienseminars der Evangelischen Familienbildungsstätte errichtet. „Dieses Insektenhotel ist für Wildbienen ein festes Quartier geworden“, berichtet die NABU-Projektleiterin Birgit Röttering. „Und auf einem Grab müssen nicht immer Stiefmütterchen wachsen“, sagte Heidrun Bleß, Vorsitzende des Friedhofsausschusses in Varel. Als Anregung hat die Kirchengemeinde zusätzlich ein Mustergrab mit einheimischen Pflanzen wie Buchsbaum, Frauenmantel, Christrosen und Veilchen angelegt.

„Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt belegt, wie erfolgreich das Modell Lebendiger Friedhof in Varel verlaufen ist“, bilanzierte Rüdiger Wohlers. So bietet der Friedhof beispielsweise für über zwanzig Waldohreulen einen idealen Lebensraum. Die Eulen finden ausreichend Nahrung und der Großbaumbestand biete genügend Raum in Gruppen, den sogenannten Schlafgesellschaften, zu ruhen. Unterschiedliche Populationen von Zwergfledermäusen, Breitflügelfledermäusen und Großen Abendseglern belegen zudem, wie intakt die Natur in dieser „Arche des Artenschutzes“ sei, so Wohlers.

Friedhofsfigur

Friedhofsfigur

Der 150 Jahre alte Friedhof von Varel ist aufgrund seiner Größe von neun Hektar sowie des alten und interessanten Baumbestandes in besonderer Weise für das Modellprojekt geeignet gewesen, erläuterte Gemeindepfarrer Tom Oliver Brok. „Für die Stadt Varel ist er so etwas wie eine Oase der Ruhe, eine Art botanischer Garten im Kleinen.“ Viele Besucherinnen und Besucher empfinden ihn als „schön“ und er habe eine positive Wirkung für den Trauerprozess. Deshalb sei es wichtig, den Friedhof auch als Kulturlandschaft zu fördern. Außerdem schuf dieses Projekt Anschauungsmaterial für Besucher und Gruppen wie zum Beispiel Schulklassen.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg hat im Jahre 2010 ein Rahmenkonzept zur Bewahrung der Schöpfung und zum Klimaschutz erstellt, berichtet Kirchenverwaltungsoberrat Wolfgang Wehner. Hierzu gehören auch die Naturschutzbelange, wie sie sich in diesem Projekt widerspiegeln. Die Ergebnisse sollen für die Friedhofsträger im Oldenburger Land Vorbildcharakter haben, kündigte Wehner an. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg ist Trägerin von über 130 Kirch- und Friedhöfen. Gleichzeitig verabredeten die Projektpartner, ihre Ergebnisse auf dem nächsten Deutschen Evangelischen Kirchentag 2013 in Hamburg, mit einem eigenen Stand auf dem „Markt der Möglichkeiten“ einem breiten Publikum vorzustellen.

Das Interesse ist bereits vorhanden, so die einhellige Erfahrung der Projektpartner. Denn schon jetzt hatten sich zahlreiche Kirchengemeinden an den NABU gewandt, um ebenfalls Empfehlungen für eine naturnahe Gestaltung ihrer Friedhöfe zu erhalten, berichtete NABU- Projektleiterin Birgit Röttering.

Das Gemeinschaftsprojekt Lebendiger Friedhof wurde mit 35.000 Euro aus Erlösen des Bingo-Lotto der Niedersächsischen Lottostiftung gefördert.

Projekt Lebendiger Friedhof

NABU und Jugendfeuerwehr brachten 55 Nistkästen auf Vareler Friedhof an

Nistkastenaktion FW Varel gross

Mario Mähringer - Leiter der Jugenfeuerwehr (li.), Georg Klaukien - NABU-Nistkasten-AG (Mitte hinten), Andreas Michalke - Lehrer der Haupt- und Realschuel Varel-Arngast (rechts daneben), NABU-Projektleiterin Birgit Röttering (re)

16. November 2009 - Stolze 55 Nistkästen für viele Vogelarten – von der Kohlmeise bis zum Star, vom Grauschnäpper bis zum Zaunkönig und dem Rotschwanz, sogar für Fledermäuse – wurden am Sonnabend auf dem Alten Vareler Friedhof angebracht. Dieser „soziale Wohnungsbau für Gefiederte“ verdankt sein Entstehen dem Projekt „Lebendiger Friedhof“, das der NABU zusammen mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche durchführt, um wildlebenden Tier- und Pflanzenarten eine Heimat auf Friedhöfen zu sichern und zu geben.

Birgit Röttering, Projektleiterin beim NABU, freute sich besonders darüber, dass die zahlreichen Nistkästen von der Haupt- und Realschule Varel-Arngast unter der Leitung von Andreas Michalke gebaut wurden: „Dadurch beschäftigen sich die Schüler mit den verschiedenen Vogelarten und ihren Ansprüchen an Nistmöglichkeiten und Lebensräume“, sagte die Naturschützerin.

Die Nistkästen wurden auf dem großen Areal des alten Vareler Friedhofs unter der Leitung von dem NABU-Nistkastenleiter Georg Klaukien und der Jugendfeuerwehr Varel angebracht. Jugendwart Mario Mähringer und zahlreiche seiner Jungfeuerwehrleute rückten mit Leitern, Hammern und Nägeln an und brachten innerhalb weniger Stunden die 55 Nistkästen an. „Es war eine wunderbar organisierte Aktion und wir hoffen auf viele neue Vogelbruten im kommenden Frühjahr“, zeigte sich die NABU-Projektleiterin optimistisch.

Lebendige Friedhöfe

NABU und Evangelische Kirche starten Modellprojekt

Friedhof groß

29. Januar 2009 - Ein Modellprojekt besonderer Art haben der Naturschutzbund NABU und die Evangelisch-Lutherische Kirche im Oldenburger Land gestartet: Auf Friedhöfen zwischen Wangerooge und dem Dümmer sollen Maßnahmen zum Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten umgesetzt und zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden - so soll ein Leitfaden für Kirchengemeinden erstellt werden, selbst Hand anzulegen für den Artenschutz.

„Friedhöfe bieten ein hervorragendes Potential für Tier- und Pflanzenarten, die dort oft gar nicht vermutet werden“, sagte Birgit Röttering, Projektleiterin beim NABU. „Aufgrund ihrer Lage, der Ruhe und Abgeschiedenheit sind sie ideal. Wir wollen das vorhandene Artenspektrum fördern und weiteren Tier- und Pflanzenarten behutsam einen Lebensraum entwickeln - so sollen zunächst die Bestände von Vögeln, Säugetieren und Insekten erfasst werden, und dann beispielsweise Nistkästen angebracht, Hecken gepflanzt und andere Quartiere für Wildtiere geschaffen werden.“

Darüber hinaus soll es Führungen für die Öffentlichkeit geben. Der NABU freut sich, in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche einen Partner für dieses Projekt gefunden zu haben, der durch vielfältige ehrenamtliche Unterstützung für den Erfolg wesentlich ist. So soll das Vorhaben, das von der Umweltlotterie BINGO der Niedersächsischen Lottostiftung gefördert wird, möglichst viele Nachahmer in Kirchengemeinden finden - der Anfang wird auf dem historischen Friedhof in Varel gemacht. Auch an die Öffnung von Kirchtürmen für die Schleiereule und Fledermäuse ist gedacht.

Online spenden

 

NABU Regional

NABU Niedersachsen NABU.de

Zentren
Schutzgebiete
Gruppen

 

Service

E-Cards

Versenden Sie ganz persönliche Naturgrüße an Freunde und Bekannte

NABU E-Cards

Podcasts

Ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.

NABU Podcast zum Hören

Desktopmotive

Damit Sie die Natur auch bei der Arbeit immer im Blick haben - die NABU-Desktopvorlagen.

NABU-Desktopvorlagen

Verbandsnetz

Das gemeinsame Netzwerk für alle Aktiven in NABU, NAJU und LBV

NABU-Verbandsnetz

 

LIFE+NATURE-Projekt AMPHIKULT

Amphikult

„300 Teiche für Niedersachsen“ Vernetzung und Management von AMPHIbien in der KULTurlandschaft Mehr

 

NABU Gut Sunder

Titel Seminarprogramm Sunder 220x150

bietet ein umfangreiches Seminarprogramm 2012 Mehr

 

NABU-Wildtiernis

Button Wildtiernis

Wo sich Steinmarder, Eisvogel und Hornisse vor der Kamera tummeln. Mehr

 

NABU-Paradiese

Button Schutzgebiete neu

Der NABU stellt Ihnen das Schutzgebiet des Monats vor Mehr

 

Anzeigenmotive

Gartenrotschwanz

Helfen Sie dem NABU und der Natur, indem Sie eine Anzeige kostenlos abdrucken. Mehr

 

Infomaterial

Broschüren

Faltblätter und Broschüren des NABU Niedersachsen zum Herunterladen und Bestellen Mehr

 

NABU-Naturgucker

Vogelbeobachter

Die interaktive Datenbank für Ihre Naturbeobachtungen Mehr

 

Studentenjobs

studentenjobs Wesser

Mitgliederwerbung für den NABU: Studenten- und Ferienjobs. Mehr

 

Verbandsbeteiligung

Handbuch Verbandsbeteiligung

Band I und II des überarbeiteten Handbuchs können beim Landesbüro der Naturschutzverbände bestellt werden. Mehr

 

Von Aal bis Zilpzalp

Reseda-Weissling

Über 300 Pflanzen- und Tierporträts im NABU-Artenlexikon Mehr