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Allerniederung bei Osterloh

Allerniederung bei Osterloh

Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung fördert das Erleben naturnaher Auengewässer

17. August 2010 - „Dieses Naturerleben-Projekt bringt den Menschen die Schönheit und den Wert des einzigartigen Landschaftsraumes Allerniederung nahe“, sagte Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende in Osterloh anlässlich der Einweihung des Projekts „Naturschutz und Naturerleben in der Allerniederung bei Osterloh“ in der Stadt Celle. Durch die Maßnahme werde eine weitere Attraktion für naturbezogene Aktivitäten im Umfeld der Stadt geschaffen.

Das von der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung mit 200.000 Euro geförderte Projekt sei ein hervorragendes Beispiel, wie praktischer Arten- und Biotopschutz mit der Förderung von Erholungsmöglichkeiten in Natur und Landschaft verbunden wird, unterstrich deren Vorstandsvorsitzender Professor Dr. Burkhard Huch. Der überwiegende Teil der Gelder fließt direkt in Maßnahmen unmittelbar zur Aufwertung der Landschaft und Verbesserung ihrer Erlebbarkeit.

Das Naturschutzprojekt in der Allerniederung verdeutliche die Möglichkeiten aber auch die Notwendigkeit, sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt und des Naturerbes in Niedersachsen einzusetzen, betonte Bernd Karl Hoffmann vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz. „Im Jahr der Biologischen Vielfalt ist dieses Projekt beispielhaft, da hier mit effektiven Maßnahmen und durch den gemeinsamen Einsatz privater und öffentlicher Träger die Artenvielfalt in Niedersachsen gezielt verbessert wird“, sagte Hoffmann.

NABU-Landesvorsitzender Dr. Holger Buschmann erklärte: „Mit Hilfe der innovativen Hörerlebnisplätze ist es gelungen, die landschaftlichen Reize und den Artenreichtum in der Alleraue hervorzuheben. Mit der Förderung und Wiederansiedlung der Rotbauchunke in diesem Gebiet wird eine landesweit bedeutsame Maßnahme zum Schutz bedrohter Tierarten verwirklicht.“ Ausführliche Informationen erhalten Besucher durch Faltblätter sowie einen neuen Internetauftritt. Er dankte allen Beteiligten, aber besonders der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung sowie der Stadt Celle und dem NABU Celle für das außerordentliche ehrenamtliche Engagement, das zur Realisierung des Projektes geführt habe.

Die Maßnahme wurde mit Mitteln der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung gefördert und ist Bestandteil des landesweiten Förderprogramms „Natur erleben in Niedersachsen“ des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz. Projektträger sind die Stadt Celle und der Naturschutzbund Deutschland Gruppe Celle e.V. (NABU). Das Ministerium für Umwelt und Klimaschutz sowie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasser-, Küsten und Naturschutz leisten fachliche Unterstützung und sorgen für die projektbezogene Bewirtschaftung des Auengrünlandes.

Hintergrund

Rotbauchunke

Rotbauchunke

Seit 2008 sind in der Alleraue bei Osterloh etliche Biotop gestaltende bzw. verbessernde Maßnahmen in einem rund 38 ha großen Projektgebiet umgesetzt worden, um den Wert der Alleraue für Natur und Landschaft im Bereich Osterloh wieder deutlich zu steigern:
Es wurden 20 Kleingewässer auf Flächen in Eigentum des Landes Niedersachsen angelegt. Das Grünland wird unter Naturschutzgesichtspunkten bewirtschaftet. Und es wurden für den Landschaftsraum typische Trockenlebensräume - Dünen - wieder geschaffen. Eine Besonderheit stellt die Maßnahme zur Wiederansiedlung der Rotbauchunke - rund 40 Jahre nachdem sie in der Allerniederung ausgestorben war - dar.

All diese Maßnahmen sollten gerade den für die Alleraue typischen Pflanzen- und Pflanzentierarten dienen. Zielarten des Projektes waren und sind besonders der Weißstorch, die Feldgrille sowie die Rotbauchunke. Von den drei Aussichtshügeln im Projektgebiet ist ein weiter Blick über die eindrucksvolle Auenlandschaft möglich. Schautafeln informieren hier über die typische „Bewohnerschaft“ dieses Lebensraumes. Vor Ort ist jedoch nicht nur eine visuelle Naturwahrnehmung möglich, sondern auch eine akustische. Von einem Aussichtshügel, im Westen des Projektgebietes, ist es mit Hilfe dafür vorgesehener Einrichtungen deshalb gerade auch möglich, die Natur durch Hören zu erleben.

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