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NABU Niedersachsen für Repowering
NABU Niedersachsen für Repowering
Dr. Buschmann: „Chance für Mensch und Natur, allerdings nicht im Wald“
04. Juni 2010 - Der NABU Niedersachsen begrüßte die Initiative der Landesregierung zur Erneuerung der Windenergieanlagen. Er forderte die Landesregierung daher auf, jetzt gemeinsam mit den Vertretern der Windenergie und des Naturschutzes beim Repowering auch durch den vorzeitigen Abbau von naturschutzfachlich besonders kritischen Windenergieanlagen aktiv zu einer Entlastung des regionalen Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes beizutragen. Um die Risiken einschätzen zu können, die mit den größeren Anlagen verbunden sind, ist weiterer Forschungsbedarf und ein kontinuierliches Monitoring von Schlagopfern notwendig.
NABU-Landesvorsitzender Dr. Holger Buschmann: „Eine gute Möglichkeit Windenergie, Mensch und Natur in Einklang zu bringen und Auseinandersetzungen gerade mit der betroffenen Landbevölkerung zu entschärfen.“ Mit dem Repowering wird die Gesamtleistung von Windenergieanlagen um ein Vielfaches gesteigert. Gleichzeitig lassen sich Entwertungen von Lebensräumen und Landschaftsbild durch Abbau von Einzelanlagen verringern, wenn man sich auf die Bündelung in Windparks konzentriert.
Allerdings gab NABU-Landesvorsitzender Dr. Buschmann zu bedenken, dass die größeren Anlagen auch unvorgesehene Risiken in sich bergen können. So mehren sich beispielsweise Hinweise, dass sich die seltene Wiesenweihe von kleinen Anlagen nicht beeindrucken lässt, aber durchaus den Rotoren größerer Anlagen zum Opfer fällt.
Daher müssen die Lebensräume der Wildtiere, insbesondere von Groß- und Greifvögeln wie Storch, Kranich, Wiesenweihe und Rotmilan sowie von Fledermäusen besonders geprüft werden. Die Einbeziehung von bisher nicht zugelassenen Windkraftstandorten innerhalb geschlossener Waldgebiete sieht der NABU Niedersachsen als ausgesprochen problematisch an und betonte, dass für diese keine grundsätzliche Freigabe erfolgen darf.
Um den Menschen mitzunehmen, sind zudem neue innovative Lösungen bei den Geräuschemissionen zu suchen und die Befeuerung der Anlagen so zu installieren, dass sie sich nur bei Annäherung von Luftfahrzeugen einschaltet.
„Die erwartete Leistungssteigerung von Altanlagen auf Vorhandenen und Neuanlagen auf bereits ausgewiesenen Standorten mit entsprechender rechtlicher Absicherung wird den Druck auf immer neue, teilweise für den Naturhaushalt kritische Standorte, verringern“, erhofft sich Dr. Holger Buschmann.
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