Niedersachsen.NABU.de Themen Landwirtschaft Grünlandumbruch
Grünlandumbruchfieber gestoppt
Umbruchfieber beim Grünland gestoppt
Uwe Baumert: „Grünland erhalten und Artenvielfalt sichern“
Breitblättriges Knabenkraut
09. Dezember 2010 -
Aktuelle Zahlen zum Grünlandumbruch in Niedersachsen lassen aufhorchen; denn das Umbruchfieber der letzten Jahre scheint gestoppt. Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen nennt im Schreiben vom 30. November auf Nachfrage des NABU Niedersachsen folgende Entwicklung des Grünlandanteils an der landwirtschaftlichen Fläche: im Jahr 2006 insgesamt 28,3 Prozent, 2009 mit 27,2% Prozent in diesem Jahr 27,1 Prozent. Der NABU Niedersachsen hätte sich eine Flächenangabe in Hektargrößen gewünscht, um eine direkte Vergleichsmöglichkeit zu den Angaben für das Jahr 2009 vorliegen zu haben.
„Ein positives Signal, aber sicher noch keine Entwarnung; denn weitere Gefahren drohen dem Grünland und insbesondere den wertvollen Grünlandstrukturen. Diese gilt es durch entsprechende Bewirtschaftungsformen in Niedersachsen langfristig zu erhalten.“, betonte Uwe Baumert, stellvertretender NABU-Landesvorsitzender, heute in Hannover. Mehr als 2.000 höhere Pflanzenarten sowie zahlreiche Tierarten sind auf die unterschiedlichsten Grünlandtypen angewiesen. Drei Viertel des bundesweiten Bestandes der Uferschnepfe ist auf niedersächsischen Grünlandflächen beheimatet, was die besondere Bedeutung des Landes für ihren Schutz verdeutlicht. Kiebitz und Brachvogel gilt es in ihrem Bestand mit dem Erhalt von niedersächsischen Grünlandflächen langfristig zu sichern.
Der NABU Niedersachsen hat mit weiteren Verbänden gemeinsam ein Positionspapier 'Bewahrung traditioneller Grünlandbewirtschaftung' herausgegeben. Die Grünlandbewirtschaftung auch und gerade außerhalb von Naturschutzgebieten erbringe vielfältige, gesellschaftlich wertvolle Leistungen und unterstütze Biodiversitäts-, Wasser-, Boden- und Klimaschutzziele gleichermaßen, betonte der NABU.
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Positionspapier "Bewahrung traditioneller Grünlandbewirtschaftung"
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