Niedersachsen.NABU.de Themen Tierhaltung Gegen „Hähnchenhighway“ A7
NABU gegen Massentierhaltung
NABU gegen Massentierhaltung
Kein „Hähnchenhighway“ entlang der Autobahn A 7
23. März 2010 - Die massive Zunahme der Massentierhaltung in Niedersachsen überschreitet die Grenzen des Erträglichen! Nach Angabe von „Marktinfo Eier & Geflügel“ (MEG) hat sich die Masthähnchenproduktion in den letzten zehn Jahren verdoppelt. So wurden im Jahr 2009 nach Aussage von MEG 610,28 Millionen Mastküken eingestallt. Und es sollen noch mehr werden.
Wie stark sich diese Zahlen durch die Ansiedlung im Bereich Celle erhöhen werden, zeigen die Aussagen über die geplanten Schlachtzahlen des geplanten Schlachthofes im Bereich Wietze, Landkreis Celle, die sich im Laufe des Verfahrens erheblich nach oben entwickelt haben. So muss mittlerweile mit einer wöchentlichen Schlachtung von rund 2,5 Millionen Tieren gerechnet werden. Dies sind mehr als 400.000 Masthähnchen pro Tag! Hieraus ergibt sich die Planung massiver Ansiedlung von Massentierhaltungsanlagen für Geflügel als Zulieferbetriebe dieses Schlachthofes. Denn es müssen mehr als 400 Massentierhaltungsställe für Masthähnchen bereitgestellt werden, um den Bedarf dieser Schlachtanlage zu decken. Das macht rund 200 LKW-An- und Abtransporte jeden Tag. Dies zeigt mit welcher Intensität die Fleischwirtschaft in kürzester Zeit, über Jahrzehnte aufgebaute Wirtschaftszweige wie den Tourismus, zerstören kann.
Die Betrachtung von Tieren als reine „Produktionseinheiten“ und nicht als Lebewesen führt zu Tierquälerei und einer Zerstörung des Naturhaushaltes und der Umwelt. Die Immissionen der Stallungen sind bereits im Einzelfall eine Belastung, nun treten sie geballt auf und verteilen sich über die Luft in Wohngebieten, auf Weiden, auf Ackerböden und in Gewässer. Die Nitratimmissionen führen zu erheblichen Veränderungen des Naturhaushaltes und zur direkten Gefährdung einiger empfindsamen Biotope und damit auch deren tierischer Bewohner. Weitere Informationen finden Sie unten im NRW-Landesbüro-Rundschreiben.
Die Keime führen auf Dauer zur Schädigung der menschlichen Gesundheit. Die in Massen anfallenden Kotberge werden weitere Probleme verursachen, selbst wenn eine Verwertung durch den Bau von Biogasanlagen als ökologische Lösung angegeben wird. Eine weitere Problematik ist der Wasserverbrauch sowohl durch die Schlachtanlage als auch durch die Massentierställe und natürlich das Abwasser. Hier gilt das Augenmerk insbesondere den Medikamenten und Antibiotika, die den Tieren verabreicht werden. Wie wird verhindert, dass Stoffe in unser Trinkwasser gelangen? Denn schließlich leben auch wir in diesem Naturhaushalt und sind von ihm abhängig.
Der NABU engagiert sich gemeinsam mit anderen aktiven Natur- und Umweltschützern im Kreis Celle und im angrenzenden, ebenfalls durch Massentierstallungen betroffenen Landkreis Uelzen, sowie dem massiv betroffenen NABU Wietze gegen die Errichtung der Schlachtanlage sowie der Massentierhaltungsbetriebe als Zulieferer für diese Anlage.
Der NABU fordert den Erhalt der Lebensqualität in Niedersachsen durch eine intakte, vielfältige und saubere Umwelt.
Kein Massenschlachthof in Wietze! Keine weiteren Massentierhaltungsbetriebe im Celler Land und Uelzen!
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NRW-Landesbüro-Rundschreiben 34: Info Massentierhaltung
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Positionspapier Hähnchenschlachtanlage
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Klageerweiterung gegen Großschlachthof
Im Klageverfahren gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung des Geflügelschlachthofes Wietze hat der NABU eine Ergänzung seiner Klagebegründung vorgelegt. Nach der rechtlichen Einschätzung des NABU Niedersachsen ist der Bebauungsplan für den Geflügelschlachthof nichtig.
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Wettrüsten bei Hähnchenmastanlagen
Der NABU weist Investoren für Hähnchenmastanlagen auf eine Marktanalyse des Geflügelmarkt-Experten Prof. Hans-Wilhelm Windhorst hin, in der dieser den Zusammenbruch des Hähnchenmarktes voraussagt, und fordert einen landesweiten Stopp der Massentierhaltung in Niedersachsen.
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Wutbürger in Wietze
Im kleinen Ort Wietze soll 2011 die größte Hähnchenschlachtanlage Europas entstehen. 134 Millionen Hähnchen könnten dort im Jahr geschlachtet werden. Und das, obwohl bereits jetzt in Deutschland mehr Hähnchenfleisch produziert als gegessen wird.
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