Niedersachsen.NABU.de Tiere & Pflanzen Hecken Kulturgut Hecke
Hecken müssen Renaissance erleben
Hecken müssen Renaissance erleben
Mehr Landschaftshecken im Nordwesten Niedersachsens!
Hecke mit blühenden Schlehen
11. August 2010 -
Eine Renaissance der für Norddeutschland typischen Landschaftshecken hat der NABU für Nordwest-Niedersachsen gefordert. Geschäftsführer Rüdiger Wohlers sieht hier den Nordwesten „in einer Bringschuld an die künftigen Generationen, die auf eine artenreiche Natur und Landschaft angewiesen sind. Gerade in Zeiten des Klimawandels müssen Anstrengungen verstärkt werden, wieder mehr Hecken zu schaffen, um großflächige Erosion zu verhindern. Gleichermaßen muss allerdings auch die Pflege bestehender Hecken, insbesondere der historischen Wallhecken, wieder einen angemessenen Stellenwert bekommen“, sagte Wohlers.
„Hecken kommt eine Mehrfachfunktion zu - sie sind selbst höchst bedeutende Lebensräume, in denen aufgrund ihrer ökologischen Beschaffenheit als quasi ,doppelter Waldrand' mehr als 1.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten festgestellt wurden, sie vernetzen andere Lebensräume als Korridore miteinander und sichern damit deren Überleben, und sie sind ein bedeutender Schutz gegen Regen und Wind - angesichts der durch den Klimawandel extremeren Hitzeperioden und stärkerer Stürme ein nicht zu unterschätzender Faktor“, mahnte der NABU-Geschäftsführer, „wer einmal die 'kleinen Sandstürme' an kahlen Großfeldern erlebt hat, wird verstehen, was gemeint ist.“
Besonders bedauerlich sei, dass insbesondere die bereits seit Jahrzehnten unter gesetzlichem Schutz stehenden Wallhecken großenteils verkommen und verkümmert sind - durch mangelhafte oder völlig fehlende Pflege. Der Fortfall der traditionellen Nutzung, ja, der Verlust der Kenntnis der Nutzung, das regelmäßige Auf-den-Stock-setzen der Hecke, hat aus vielen Wallhecken reine Sandwälle mit durchgewachsenen Eichenreihen gemacht, die bei Stürme in Gefahr sind, umzukippen - von einstiger Vielfalt keine Spur mehr. Dabei dürfe im Hinblick auf Anlage und Pflege der Hecken „nicht gleich nach dem Staat gerufen werden“, sagte Wohlers: „Viele Höfe machen es erfreulicherweise vor - an Feld- und Weidegrenzen werden wie selbstverständlich Hecken gesetzt; wir wünschten uns, dass diese Beispiele Schule machen. Als Vorbild kann hier natürlich Großbritannien mit seinen Heckenlandschaften dienen, die von alters her von den Eigentümern gepflegt werden und das Land geprägt haben, was auch zu mehr Ästhetik und Attraktivität für Urlaub im ländlichen Raum führte.“

NABU Regional
Service
E-Cards
Podcasts
Ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.
Desktopmotive
Verbandsnetz
LIFE+NATURE-Projekt AMPHIKULT
„300 Teiche für Niedersachsen“ Vernetzung und Management von AMPHIbien in der KULTurlandschaft Mehr
NABU Gut Sunder
bietet ein umfangreiches Seminarprogramm 2012 Mehr
NABU-Wildtiernis
Wo sich Steinmarder, Eisvogel und Hornisse vor der Kamera tummeln. Mehr
NABU-Paradiese
Der NABU stellt Ihnen das Schutzgebiet des Monats vor Mehr
Anzeigenmotive
Helfen Sie dem NABU und der Natur, indem Sie eine Anzeige kostenlos abdrucken. Mehr
Infomaterial
Faltblätter und Broschüren des NABU Niedersachsen zum Herunterladen und Bestellen Mehr
NABU-Naturgucker
Die interaktive Datenbank für Ihre Naturbeobachtungen Mehr
Studentenjobs
Mitgliederwerbung für den NABU: Studenten- und Ferienjobs. Mehr
Verbandsbeteiligung
Band I und II des überarbeiteten Handbuchs können beim Landesbüro der Naturschutzverbände bestellt werden. Mehr
Von Aal bis Zilpzalp
Über 300 Pflanzen- und Tierporträts im NABU-Artenlexikon Mehr
