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Jakobskreuzkraut
Jakobskreuzkraut
NABU Niedersachsen ruft zu mehr Gelassenheit auf!
Das Jakobskreuzkraut sorgt für Konflikte auf den Weiden.
05. November 2008 - Zum heute vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium veröffentlichten Maßnahmenkatalog zum Jakobskreuzkraut (Pressemeldung des ML Nr. 62 vom 5. November) ruft der NABU Niedersachsen zu mehr Gelassenheit im Umgang mit dieser Pflanze auf Weideflächen auf. Es gilt unsere Artenvielfalt auch in Niedersachsen zu erhalten und zu sichern. Alle Maßnahmen wirken sich auf vorkommende, naturschutzrelevante Tier- und Pflanzenarten auf Brachen aus.
Die Raupen des Karminbärs sind auf das Jakobskreuzkraut als Futterpflanze angewiesen.
Nicht nur die aus vielen Schmetterlingsarten, Heuschrecken, Wildbienen oder Solitärwespen bestehenden Lebensgemeinschaften magerer Weideflächen könnten dadurch vernichtet oder schwer geschädigt werden. Auch die auf dem Jakobs-Geiskraut selbst lebende Artengemeinschaft beherbergt seltene und gefährdete Arten.
Zudem ist natürlich Weidetierhaltern bekannt, dass das Jakobs-Geiskraut hochgiftig ist. Wenn Weidetiere aber einmal Bekanntschaft mit der schlecht schmeckenden Pflanze gemacht haben, werden sie ohne große Futtersnot auf der Weide, wenn überhaupt, in der Regel nur einen Bruchteil der als letale Dosis veröffentlichten Menge des Jakobs-Geiskrautes zu sich nehmen.
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Stellungnahme NABU-BFA Weidelandschaften zum Jakobskreuzkraut
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