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Steinkauzbiotop in Lohne zerstört
Steinkauzbiotop in Lohne zerstört
NABU erstattete Anzeige
29. April 2010, aktualisiert 17. Mai 2010 - Ein Steinkauzbiotop in Lohne, Ortsteil Schellohne, wurde durch Baumrodungen auf der Fläche im März 2009 und auch der Randbäume im Winterhalbjahr sowie dann durch das Ausbringen von Gülle und Grünlandumbruch im April des Jahres während der Nachtstunden endgültig zerstört.
Der langjährige Brutplatz und sein Umfeld für den Steinkauz wurden durch die Arbeiten auf der Parzelle am Ortsrand von Schellohne im Wortes Sinne ‚dem Erdboden gleichgemacht’. Die besonders geschützte Brut- und Lebensstätte einer in der ‚Roten Liste der Vögel Niedersachsens’ aufgeführten Art war mit insgesamt fünf flüggen Jungkäuzen in den letzten beiden Jahren einer der Verbreitungsschwerpunkte in der Region.
Auf zwei Obstbäumen und einem Randbaum dieser Parzelle hingen seit mehreren Jahren insgesamt drei Steinkauz-Brutröhren (große Spezialkästen von ein Meter Länge und 20 Zentimeter Durchmesser), die trotz Fällung noch alle mit dem jeweiligen Baum verbunden waren. Einer dieser Nistkasten war nachweislich mehrjähriger Brutplatz, ein weiterer diente als Tageseinstand. Als sehr ortstreue Stand-/Jahresvögel nutzen Steinkäuze ganzjährig ihr Revier. Entsprechend sind ganzjährig diese Brut- und Lebensstätten auf der Streuobstwiese, die nach NABU-Untersuchungen in den letzten 25 Jahren Steinkauz-Brutrevier war, von zentraler Bedeutung für die Existenz dieser seltenen und hochgradig gefährdeten Kleineule.
Der Steinkauz war eine häufige und weit verbreitete Vogelart in unserer Kulturlandschaft. Mittlerweile ist er auf der Roten Liste Niedersachsens (2007) in der Kategorie 1 (vom Erlöschen bedroht) eingestuft.
Eine Strafanzeige wurde vom NABU gestellt; die Ermittlungen dauern noch an.
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Bericht der Oldenburgischen Volkszeitung OV, Vechta, vom 28. April 2010. Abdruck mit freundlicher Genehmigung der OV.
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