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Vögel des Glücks auf Wanderschaft
Vögel des Glücks wieder auf Wanderschaft
Melden Sie uns ihre Kranich-Beobachtung!
24. Februar 2011 - Zweimal im Jahr begeben sich die laut trompetenden „Vögel des Glücks“, wie die Kraniche in Japan genannt werden, auf Wanderschaft. Im Herbst geht es in den Süden, und jetzt bis Ende März kehren die Vögel zu Zehntausenden aus den Winterquartieren zurück in die Brutgebiete. Obwohl der Winter noch nicht richtig lockerlassen will, deuten die ersten Frühlingsboten bereits auf das bevorstehende Ende der kalten Jahreszeit hin.
Die ersten Zugvögel aus dem Süden sind schon eingetroffen. So wurden in der letzten Woche Kraniche und Kiebitze bei ihrer Rückkehr beobachtet. In diesem Jahr hat der Zug der Kraniche Anfang Februar begonnen. Der NABU Niedersachsen ruft dazu auf, Kranichbeobachtungen zu melden.
„Besonders auffällig sind die Kraniche, die in keilförmigen Formationen und mit ihren charakteristischen trompetenartigen Rufen in vielen Landesteilen zu hören sind, so zum Beispiel am Wochenende auch in der Region Hannover. Es gibt jedoch keine Plätze, an denen sie regelmäßig beobachtet werden können, daher rufen wir dazu auf, Kranichbeobachtungen zu melden“, erklärte der NABU Niedersachsen.
Ihre Kranichsichtungen können Sie hier melden.
In den nächsten Wochen heißt es deshalb weiterhin: Augen und Ohren auf, die Kraniche ziehen! Aktuelle Informationen dazu gibt es hier.
Graukranich
In den großen französischen Rastgebieten im Süden an den Pyrenäen und am Lac du Der-Chanteqoc in der Champagne stehen weitere große Kranichtrupps bereit, den Heimzug anzutreten. Im Flug bilden sie V-förmige oder hakenförmige Formationen, die bei großen Schwärmen aber auch verschachtelt sein können. Hin und wieder kreisen sie dort, wo Thermikwinde ihnen wieder Auftrieb verleihen oder wo sie durch Radarstrahlen und die unnötigen Skybeamer in ihrer Orientierung vorübergehend gestört werden. Da Kraniche über 20 Jahre alt werden können, kann man davon ausgehen, dass sie sich ihre Flugroute im Herbst und im Frühjahr eingeprägt haben. Sie orientieren sich aber auch nach dem Sonnen- und Sternenstand. Nach stundenlangem Flug erreichen sie dann ihre Rastplätze in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Dort verweilen sie einige Tage oder Wochen und fliegen dann weiter zu ihren Brutgebieten in Skandinavien, ins Baltikum, nach Polen, nach Nordrussland oder verbleiben in ihren nordost-deutschen Brutgebieten.
Volkstümliche Namen bezeichnen die 1,2 Meter großen und sechs Kilogramm schweren Kraniche auch heute noch als Schniijäns (Schneegans), da für die Landbevölkerung der Kranichzug im Herbst ein Zeichen war, dass es nun Zeit ist, das Vieh wegen der einsetzenden Kälte von der Weide in den Stall zu holen. Oder auch Hoaljäns: Der Haken, um Töpfe über die Feuerstelle zu hängen, hieß „Hoal“ und der ähnelte der Flugformation von Kranichen.
Kranichzentrum Groß Mohrdorf
Kraniche in der Diepholzer Moorniederung
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