Hornissen: Friedliche Brummer
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Asiatische Hornisse (links) und Europäische Hornisse – Fotos: Gerhard Turznik/www.naturgucker.de und Ursula Spolders/www.naturgucker.de
6. August 2025 - Die Asiatische Hornisse macht inzwischen auch in Niedersachsen deutlich auf sich aufmerksam. Deshalb ruft der NABU Bürgerinnen und Bürger dazu auf, Hornissenfunde zu melden. Beobachtet und gemeldet werden sollen sowohl die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) als auch die heimische Europäische Hornisse (Vespa crabro).
Letztere ist besonders geschützt – wird jedoch häufig mit der invasiven Verwandten verwechselt. „Das kann schwerwiegende Folgen haben“, erklärt Lamin Neffati, Pressesprecher des NABU Niedersachsen. „Die Europäische Hornisse ist ökologisch äußerst wertvoll. Sie kontrolliert Bestände von Fliegen, Bremsen, Mücken, Wespen und vielen anderen Insekten und übernimmt auch Aufgaben in der Bestäubung.“
Auch wenn die Asiatische Hornisse ähnlich friedlich und bestäubungsleistend ist wie die heimische Art, bereitet ihre Ausbreitung Fachleuten zunehmend Sorgen. Denn sie bildet größere Völker, hat nur wenige natürliche Feinde und erbeutet in vielen Fällen auch Bienenvölker der Imkerei. „Wir möchten wissen, wie weit sich die Art bereits in Niedersachsen ausgebreitet hat“, so Neffati weiter. „Je besser wir das Vorkommen erfassen, desto gezielter können Schutzmaßnahmen für die Europäische Hornisse entwickelt werden – auch im Interesse der Imkerei.“
Asiatische Hornisse zunehmend häufig in Niedersachsen
Tatsächlich ist die Asiatische Hornisse nach Erkenntnissen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auch in Niedersachsen immer häufiger nachgewiesen worden. Während es 2023 nur vereinzelte Meldungen gab, waren es 2024 bereits über hundert Sichtungen.
Der NABU ruft dazu auf, Hornissenbeobachtungen unter www.NABU.de/Hornissen-melden.html zu melden. Entscheidend ist dabei die Dokumentation per Foto, um eine sichere Bestimmung zu ermöglichen. Auch Nester sollten gemeldet werden, sofern dies gefahrlos möglich ist. Sie sollten jedoch keinesfalls eigenständig entfernt oder zerstört werden!
„Wir setzen auf Information und Mithilfe aus der Bevölkerung“, so Neffati. „Wer Hornissen beobachtet, hilft mit seiner Meldung nicht nur der Wissenschaft, sondern auch dem Schutz unserer heimischen Arten.“
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