Ökologische NABU-Station Oldenburger Land
Die Ökologische NABU-Station Oldenburger Land (ÖNSOL) unterstützt bei der Schutzgebietsbetreuung in den Landkreisen Oldenburg und Ammerland sowie der Stadt Oldenburg. Mehr →
Freuen sich über die neuen Räumlichkeiten der ÖNSOL: Jürgen Krogmann, Nicole Feige, Robert Sprenger, Elisabeth Woesner,Thomas Günther, Ralf Becker, Gisela Wicke (vlnr). - Foto: Carsten Heinecke
29. Januar 2026 - Vor Kurzem hat das Team seine Arbeit im Umwelthaus im Kulturzentrum PFL an der Peterstraße aufgenommen, dem ehemaligen Peter-Friedrich-Ludwig-Hospital. „Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Oldenburg uns die Möglichkeit gegeben hat, zu günstigen Konditionen im Umwelthaus die Basis der Ökologischen NABU-Station aufzubauen“, bedankt sich Nicole Feige, Co-Leiterin der ÖNSOL, bei der Stadt Oldenburg. Bisher arbeitete das dreiköpfige Team meist aus dem Homeoffice – wenn es nicht gerade im Gelände unterwegs war oder an Kooperationstreffen teilnahm.
Die Stadt Oldenburg liegt im Zentrum des Betreuungsgebiets der Ökologischen Station, das sich über die Landkreise Oldenburg und Ammerland sowie die Städte Oldenburg und Delmenhorst erstreckt. Die ÖNSOL beobachtet dort ausgewählte Arten und Lebensräume, plant Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen und beauftragt Fachfirmen mit deren Umsetzung. In enger Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort trägt die Station dazu bei, die biologische Vielfalt in der Region zu erhalten und zu fördern.
„Das NABU-Team trägt dazu bei, unsere Aktivitäten im Rahmen der Natura 2000-Schutzgebiete und Naturschutzgebiete zu erfüllen“, sagt Jürgen Krogmann, Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg. „Erfreulicherweise können die engagierten Mitarbeitenden nun an einem zentralen Ort im Herzen unserer Stadt agieren. Dass wir nun die Expertise vor Ort direkt im Umwelthaus sitzen haben, ist somit ein großer Gewinn für die gemeinsame, vertrauensvolle und nun noch engere Zusammenarbeit.“
Gisela Wicke, stellvertretende Vorsitzende des NABU Niedersachsen, ergänzt: „Die Ökologischen Stationen in Niedersachsen sind aus dem Niedersächsischen Weg hervorgegangen, einem Meilenstein für den Naturschutz im Land. Dass die ÖNSOL nun einen festen Sitz im Umwelthaus in Oldenburg gefunden hat, ist eine erfreuliche Etappe auf dem weiteren Weg, den Naturschutz in der Region strukturell zu stärken und langfristig zu verankern.“
Auch Thomas Günther, Vorstand vom Umwelthaus Oldenburg e. V., freut sich über die neuen Nutzer des Umwelthauses: „Der neue Standort der ÖNSOL bedeutet für das Umwelthaus einen Zuwachs an fachlicher Expertise. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit."
Ein Blick in die Zukunft zeigt bereits neue Entwicklungen: „Aktuell werden wir nur von den Mitteln des Landes Niedersachsen gefördert. Über Drittmittelprojekte versuchen wir, weitere Gelder für den Naturschutz zu akquirieren. So viel darf ich an dieser Stelle schon verraten: Wir können uns bald personell vergrößern“, gibt Nicole Feige einen Ausblick auf die künftige Entwicklung der Station.
Hintergrund
Die ÖNSOL ist eine von neun Ökologischen Stationen, die der NABU Niedersachsen seit 2016 aufgebaut hat bzw. bei denen dieser als (Mit-)Träger aktiv ist. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der Gebietsbetreuung von Natura 2000-Schutzgebieten. Dazu zählen die Erfassung ausgewählter Arten und Lebensräume, die Planung und Durchführung von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, Artenschutzprojekte, Beratung verschiedener Akteure vor Ort und Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist es, zum Schutz, der Entwicklung und der Wiederherstellung von Lebensräumen und guten Lebensbedingungen gefährdeter Arten und der Sicherung der biologischen Vielfalt beizutragen.
Seit Ende 2022 wird die ÖNSOL mit Mitteln des Landes Niedersachsen aus dem Hause des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz für die naturschutzfachliche Vor-Ort-Betreuung von Schutzgebieten gefördert. Die Gebietsbetreuung findet in Kooperation mit den Unteren Naturschutzbehörden der Städte Oldenburg und Delmenhorst sowie der Landkreise Ammerland und Oldenburg statt. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ist Bewilligungsstelle für die Förderung und als Fachbehörde für Naturschutz beratend tätig.
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