Fachplattform "HerpetoMap"
Projekt zur Erfassung von Reptilien und Amphibien
Die „HerpetoMap“ ist eine Fachplattform zur Meldung von Amphibien- und Reptilienvorkommen in Niedersachsen. Mehr →
Springfrosch - Foto: Hans Schwarting/www.naturgucker.de
10. März 2025- Eine Amphibie mit beeindruckendem Talent: Der Springfrosch (Rana dalmatina) kann mit seinen langen Hinterbeinen bis zu zwei Meter weit springen – eine Spitzenleistung unter den heimischen Fröschen. Doch trotz dieser außergewöhnlichen Fähigkeit wird es für die Art zunehmend schwieriger, geeignete Lebensräume zu finden. Um herauszufinden, wo der Springfrosch noch vorkommt, startet eine Meldeaktion mit Schwerpunkt in Niedersachsen. Auch Beobachtungen aus anderen Bundesländern sind willkommen.
Im Osten Niedersachsens erfassen in diesem Frühjahr Expertinnen und Experten der HerpetoMap, der Fachplattform für Amphibien und Reptilien in Niedersachsen, großflächig das Vorkommen der Art. Die erforderlichen Genehmigungen wurden vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasser-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie den zuständigen Landkreisen bereitgestellt.
Zusätzlich ruft das Projekt Kompetenznetzwerk Artenkenntnis (KNAK) zur Mithilfe auf. Im Rahmen einer Meldeaktion, deren Pate der Verein Naturschutzpark Lüneburger Heide e. V. (VNP) ist, werden Sichtungen von Springfröschen und anderen Amphibien dokumentiert. Dazu stellt die NABU naturgucker-Plattform, die ebenfalls zum Projektteam gehört, eine Eingabemaske bereit, mit der Springfrosch-Sichtungen schnell und unkompliziert erfasst werden können.
Sie sind noch nicht sicher, ob Sie einen Springfrosch von einem Grasfrosch unterscheiden können? Am 12. März, um 19.30 Uhr, bietet das Kompetenzzentrum Artenkenntnis Niedersachsen einen Online-Vortrag über die Braunfrösche in Mitteleuropa mit einem Fokus auf Springfröschen an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zum Online-VortragArtbestimmung nur mit Foto möglich
Fachleute analysieren die eingehenden Daten und eindeutige Nachweise fließen in die HerpetoMap ein. Da die Artbestimmung selbst für Expertinnen und Experten eine Herausforderung darstellt, können nur klare Fotoaufnahmen ausgewertet werden. Wichtig dabei: Die Tiere dürfen ohne Ausnahmegenehmigung nicht gefangen werden! Hingegen bieten Fotos vom Laich eine sehr gute Möglichkeit, das Vorkommen und die Fortpflanzung der Art an einem Standort nachzuweisen. Ziel der Aktion ist es, die aktuelle Verbreitung des Springfroschs zu erfassen und daraus abzuleiten, ob besondere Schutzmaßnahmen erforderlich sind.
Der Sprung in die Öffentlichkeit
Der Springfrosch ist in Deutschland nur noch selten zu finden. Besonders lichte Laubwälder mit fischfreien Gewässern sind für seine Fortpflanzung unerlässlich. Doch Straßenbau, Trockenlegung und intensive Forstwirtschaft setzen der Art stark zu. Um den bedrohten Frosch besser zu schützen, sind aktuelle Verbreitungsdaten entscheidend.
Meldung leicht gemacht
Naturbegeisterte können ihre Sichtungen des Springfroschs direkt über www.nabu-naturgucker-beobachtungen.de/knak-springfrosch eintragen – ohne App-Installation, nutzbar auf Smartphone, Tablet oder PC. Jede Beobachtung hilft, mehr über die Verbreitung des Froschs zu erfahren und Schutzmaßnahmen gezielt zu planen.
Die Meldeaktion läuft seit Februar.
>>Weitere Informationen zur Meldeaktion
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