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Petition zum Schutz des Igels

Weiterhin tödliche Nächte für Wildtiere

Die Anhörung im Niedersächsischen Landtag zur Petition für ein nächtliches Fahrverbot von Mährobotern hat eines deutlich gemacht: Der politische Wille für mehr Schutz heimischer Wildtiere ist vorhanden. Es droht jedoch ein gefährliches Zuständigkeits-Vakuum.

Eine Delegation des NABU Niedersachsen vertrat das Anliegen in und vor dem Landtag - Foto: Lamin Neffati

Eine Delegation des NABU Niedersachsen vertrat das Anliegen in und vor dem Landtag - Foto: Lamin Neffati

27. November 2025 - Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Fraktionen äußerten sich überwiegend zustimmend zur Forderung, Mähroboter künftig nicht mehr während der Nachtstunden fahren zu lassen. Doch statt klarer Beschlüsse dominierten Zuständigkeitsdebatten mit potenziell tödlichen Folgen für den Igel und andere nachtaktive Tiere.

Bereits über 6.600 Menschen haben sich mit ihrer Unterschrift für ein Nachtfahrverbot ausgesprochen. Initiiert wurde die Petition von Diedrich Kleen und vom NABU Niedersachsen aktiv unterstützt. Die große Resonanz zeigt: Der Schutz heimischer Wildtiere bewegt viele Menschen. Und auch in der Politik stößt das Anliegen auf grundsätzliche Offenheit. Dennoch geriet die gestrige Anhörung zur Mahnung: Trotz aller Zustimmung scheint sich keine Ebene zuständig fühlen zu wollen.

„Es ist enttäuschend, dass sich die politischen Ebenen gegenseitig die Verantwortung zuschieben“, erklärt Lamin Neffati, Pressesprecher des NABU Niedersachsen. „Das Land verweist auf den Bund, der Bund auf die EU – währenddessen sterben Nacht für Nacht Wildtiere unter Mährobotern. Dieses Ping-Pong-Spiel darf nicht zur Ausrede werden.“

Klar ist: Ein Flickenteppich kommunaler Einzelregelungen reicht nicht aus, um den notwendigen Schutz für Igel und Co. sicherzustellen. Auch vonseiten der Hersteller ist nicht zu erwarten, dass freiwillig wirksame Lösungen kommen. Die Technologie zur sicheren Tiererkennung in Mährobotern ist bisher unzureichend entwickelt.

Land Niedersachsen muss Verantwortung übernehmen

Da nicht absehbar ist, wann auf Bundesebene eine einheitliche Regelung getroffen wird, liegt es nun am Land Niedersachsen, Verantwortung zu übernehmen. Per Verordnung oder durch eine Weisung kann das Umweltministerium die Kommunen verpflichten, entsprechende Allgemeinverfügungen zu erlassen. So ließe sich ein flächendeckender Schutz für Niedersachsen auch kurzfristig umsetzen, ohne auf den Bund oder die EU warten zu müssen.

Für einen bestmöglichen Schutz der Wildtiere braucht es jedoch eine bundesweite Regelung und daher fordert der NABU Niedersachsen Umweltminister Christian Meyer auf, das Thema aktiv auf die Tagesordnung der nächsten Umweltministerkonferenz zu setzen. Nur eine einheitliche, gesetzlich geregelte Lösung kann flächendeckend verhindern, dass Tiere durch nächtlich aktive Mähroboter verletzt oder getötet werden.

„Die Politik hat jetzt die Chance, zu zeigen, dass sie bereit ist, Verantwortung zu übernehmen“, so Neffati. „Die Zeit des Wegschauens ist vorbei. Die Menschen erwarten wirksame Maßnahmen. Der Schutz unserer Wildtiere darf nicht in Zuständigkeiten ersticken.“

Die gestrige Anhörung war ein wichtiger Schritt. Doch sie war erst der Anfang. Jetzt müssen aus Worten Taten werden.

NABU Niedersachsen setzt auch auf Aufklärung

Solange es keine klaren politischen Maßnahmen gibt, gewinnt auch Umweltbildung zunehmend an Bedeutung. Der NABU Niedersachsen wird seine Aufklärungsarbeit fortsetzen, um Gartenbesitzende und Kommunen für die Gefahren durch nächtlich aktive Mähroboter zu sensibilisieren. Nur wenn Politik und Gesellschaft gemeinsam handeln, lassen sich unsere heimischen Wildtiere wirksam schützen.


Anhörung im Landtag: Naturschützer verleihen dem Igel eine Stimme

Mehr als 6.600 Unterzeichnungen für den Igel und gegen das nächtliche Treiben der Mähroboter

Protestaktion für den Igel - Foto: Kristin Schaper

Protestaktion für den Igel - Foto: Kristin Schaper

25. November 2025 - Ein leises Surren in der Nacht und ein tödliches Ende für heimische Wildtiere. Immer mehr Menschen fordern ein Ende dieser Gefahr - über 6.600 Menschen haben die Petition für ein nächtliches Fahrverbot von Mährobotern unterzeichnet. Die Forderung: Mähroboter sollen künftig zwischen 18 Uhr und 7 Uhr nicht mehr fahren dürfen. Der Grund für diese Forderung ist erschreckend: Immer mehr Igel sterben qualvoll durch die scharfen Klingen der Geräte.

Am 26. November 2025 wird die Petition zwischen 11:00 und 12:00 Uhr im Niedersächsischen Landtag angehört. Begleitet von einem symbolischen Protest vor dem Gebäude. Der NABU Niedersachsen wird während der Anhörung im Landtag in Hannover mit einer Vertreterin direkt an der Sitzung teilnehmen. Gleichzeitig positionieren sich NABU-Aktive und Unterstützer der Petition vor dem Landtag, um ein sichtbares Zeichen für mehr Artenschutz zu setzen. Darüber hinaus werden O-Töne für die Presse bereitgehalten.

Klare Botschaft: Die Bevölkerung will den Schutz unserer Wildtiere

Das ursprüngliche Ziel der Petition wurde deutlich übertroffen - ein starkes Signal an die Politik. Die große Resonanz zeigt: Der Schutz heimischer Wildtiere wie dem Braunbrustigel, dem Wildtier des Jahres 2024, ist vielen Menschen ein echtes Anliegen. Die Landespolitik darf sich diesem Wunsch nicht länger verschließen.

„Die Zahlen sprechen für sich. Mehr als 6.600 Stimmen für mehr Artenschutz sind keine Randmeinung. Sie sind ein klarer gesellschaftlicher Auftrag“, sagt Lamin Neffati, Pressesprecher des NABU Niedersachsen. „Die Politik muss jetzt handeln. Der Igel und alle anderen nachtaktiven Wildtiere brauchen eine gesetzliche Nachtruhe vor Mährobotern.“

Ein Weckruf an Politik und Gesellschaft

Der Schutz des Igels beginnt im eigenen Garten und muss in der Politik konsequent weitergedacht werden. Ein verbindliches Nachtfahrverbot für Mähroboter wäre ein entscheidender Schritt für den Schutz unserer heimischen Tierwelt. Der NABU Niedersachsen ruft alle politisch Verantwortlichen auf, die klare Botschaft der Petition ernst zu nehmen und jetzt wirksam zu handeln.


Petition im Landtag fordert Nachtfahrverbot für Mähroboter

Schutz für den heimischen Igel

Chancenlos gegen Mähroboter: Der Igel.- Foto: Hubertus Schwarzentraub/www.naturgucker.de

Chancenlos gegen Mähroboter: Der Igel.- Foto: Hubertus Schwarzentraub/www.naturgucker.de

23. September 2025 - Viel zu oft erleiden Igel schwerste Verletzungen durch die rotierenden Klingen von Mährobotern. Um das zu stoppen, wurde im Niedersächsischen Landtag eine Petition eingereicht. Machen Sie mit: Gleich die Petition unterzeichnen und dem Igel helfen! Was leise durch den Garten fährt, kann für den Igel tödlich enden: Automatisierte Mähroboter stellen eine wachsende Gefahr für das heimische Wildtier dar. Um das zu stoppen, wurde im Niedersächsischen Landtag eine Petition eingereicht, die ein verbindliches Nachtfahrverbot für Mähroboter fordert – täglich zwischen 18 Uhr und 7 Uhr.

Der Braunbrustigel, Wildtier des Jahres 2024, ist akut bedroht. In Niedersachsen steht er auf der Vorwarnliste der Roten Liste für Säugetiere. Der Grund: Die Zahl verletzter oder getöteter Igel steigt rapide - eine wesentliche Ursache sind Mähroboter, die häufig nachts unbeaufsichtigt zum Einsatz kommen.

Schutzmechanismus des Igels hilft nicht gegen Klingen
Igel fliehen nicht bei Gefahr. Sie rollen sich ein – ein Verhalten, das sie vor natürlichen Feinden schützt, aber gegen Mähroboter wirkungslos ist. Die scharfen Klingen durchtrennen Haut und Knochen, was bei vielen Tieren zum qualvollen Tod führt. Eine Erkennung durch Sensoren ist bislang nicht zuverlässig möglich. Die Technik ist nicht ausgereift, ein Crashtestverfahren, wie es vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung gefordert wird, existiert bislang nicht.

Flickenteppich statt Klarheit – Petition fordert landesweite Lösung
Einzelne Städte wie Göttingen haben bereits reagiert und eigene Nachtfahrverbote beschlossen. Doch eine einheitliche Regelung fehlt bislang. Die Folge: ein Flickenteppich an lokalen Verordnungen, Unsicherheit bei Gartenbesitzenden und keine klare Vorgabe für Hersteller. Die Petition fordert daher eine landesweite Regelung durch den Niedersächsischen Landtag.


Forderung mit fünf klaren Zielen
Ziel der Petition ist es, nicht nur die Igel zu schützen, sondern auch klare politische und technische Rahmenbedingungen zu schaffen:

  • Schutz von Kleinsäugern und Kleinlebewesen
  • Erhalt der Igelpopulation in Niedersachsen
  • Einheitliche gesetzliche Regelung auf Landesebene
    Verpflichtende Verbesserung der Sensortechnik bei Mährobotern
  • Einführung eines Crashtests zur Produktsicherheit
Handlungsdruck wächst
Auffangstationen für Wildtiere schlagen bereits Alarm. Die Zahl der eingelieferten, schwer verletzten Igel übersteigt die Kapazitäten vieler Einrichtungen. Oft bleiben die Tiere unentdeckt, sterben unter Sträuchern oder in Hecken. So entsteht eine Dunkelziffer, die das tatsächliche Ausmaß der Gefahr noch größer erscheinen lässt.

Appell an Politik und Gesellschaft
Die Petition ist nicht nur ein Aufruf an die Landespolitik, sondern auch ein Weckruf an alle Gartenbesitzenden. Der Schutz des Igels beginnt im eigenen Garten: mit durchlässigen Zäunen, wilden Ecken und dem Verzicht auf Technik, die zur tödlichen Falle werden kann. Ein Nachtfahrverbot für Mähroboter ist dabei ein erster, entscheidender Schritt.


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