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Aktuelles aus Sankt Andreasberg

Aus Bayern in den Harz: Nationalparkhaus-Praktikantin Daniela Rettenberger

Drei Monate lang war Daniela Rettenberger Teil des Teams und lernte die vielfältigen Aufgaben kennen, die rund um Umweltbildungsveranstaltungen und den Betrieb eines Nationalparkhauses anfallen. Sie erweiterte die Daueraustellung um das Modul "Kadaverökologie".

Daniela Rettenberger - Foto: Thomas Appel

Daniela Rettenberger - Foto: Thomas Appel

14. Januar 2025- Wer kennt es nicht? Nach dem Studium möchte man sein erlerntes Wissen in die praktische Anwendung bringen. So erging es auch Daniela Rettenberger: Gegen Ende ihres Masterstudiums stand ein Praktikum auf dem Plan. Bei der Suche nach einem Praktikumsplatz konzentrierte sich die Augsburgerin besonders auf Nationalparke. Zum Harz hatte sie aufgrund familiärer Verbindungen schon vorher einen Bezug und kam so ins Team des Nationalparkhauses. Das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg ist eine Informations- und Umweltbildungseinrichtung des Nationalparks Harz und wird vom NABU-Landesverband Niedersachsen betrieben.

Hier absolvierte Daniela Rettenberger das von der Commerzbank geförderte Umweltpraktikum. Sie betreute viele Veranstaltungen mit unterschiedlichen Teilnehmergruppen, von Kindergarten über Schulklassen und Vater/Mutter-Kind-Kuren bis hin zu Senioren. Mit großem Engagement brachte die Praktikanten den Menschen die Natur näher, ermöglichte ihnen neue Erfahrungen und vermittelte ihr Wissen mit Freude.

Ausstellung um das Modul "Kadaverökologie" erweitert

Für die Ausstellung im Nationalparkhaus schuf Daniela Rettenberger in Zusammenarbeit mit der Werkstatt Oderhaus der Nationalparkverwaltung außerdem ein neues Modul, das die Kadaverökologie thematisiert. So hat sie die Ausstellung des Nationalparkhauses weiterentwickelt, wie bereits einige andere Freiwillige vor ihr.


Ausstellungsmodul Kadaverökologie - Foto: Thomas Appel

Ausstellungsmodul Kadaverökologie - Foto: Thomas Appel

Während Zeit im Nationalparkhaus machte sich die Praktikantin auf die Suche nach einem Job. Fündig wurde sie beim NABU-Waldinstitut. Es hat seinen Sitz im baden-württembergischen Bühl und eröffnete 2024 im Blankenburger Schloss einen neuen Standort in Sachsen-Anhalt. Für das dortige Nachhaltigkeitslabor wurde Personal im umweltpädagogischen Bereich gesucht – wer hätte dafür geeigneter sein können als Daniela Rettenberger? So ist sie nach einem Praktikum in einer Einrichtung des NABU-Landesverbandes Niedersachsen bei einer Einrichtung des NABU-Bundesverbandes gelandet! Und dazu im Harz, so dass sie in der Nähe bleiben kann.

Vorerst befristet bis Mai 2027 ist sie nun damit beschäftigt, Umweltbildungsveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler in den Landkreisen Mansfeld-Südharz und Anhalt-Bitterfeld zu konzipieren und durchzuführen. Die Umweltbildung findet sowohl in der Schule als auch draußen im Wald statt. Daniela Rettenberger unterrichtet dabei Schulklassen ab Klassenstufe 5 - zukünftig vielleicht auch Studierende der Hochschule Anhalt. Zusätzlich entwickelt sie gemeinsam mit der Hochschule Anhalt eine Online-Lernplattform, die Lehrkräften Materialien zur Verfügung stellt, um den Unterricht des Nachhaltigkeitslabors bundesweit selbst durchführen zu können und somit ganz einfach Inhalte der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu vermitteln. 

So trägt Daniela Rettenbergermit dem NABU-Projekt „BiNaTra“ dazu bei, Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Gesellschaft im südlichen Sachsen-Anhalt zu verankern und vernetzt dabei Schulen und unterschiedliche regionale Akteure. In Zeiten von Klimawandel und Artensterben sind genau solche Projekte besonders wichtig, weil es Möglichkeiten für junge Menschen schafft, an außerschulischen Lernorten Fähigkeiten und Wissen im Bereich des Arten- und Ressourcenschutzes zu erlangen.

Wer nun neugierig auf das Modul „Kadaverökologie“ geworden ist: Es befindet sich weiterhin in den Ausstellungsräumen des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg und kann zu den Öffnungszeiten des Nationalparkhauses besucht werden.


Besuchen Sie die Fledermausausstellung im Nationalparkhaus:

Ehrengast Werner Grübmeyer mit Kindergartenkindern aus Sankt Andreasberg. - Foto: Thomas Appel

FledermausReich im Harz

Besuchen Sie die Fledermaus-Ausstellung im Nationalparkhaus

Modern, interaktiv und barrierefrei: Die nachtaktiven Flatterkünstler lassen sich zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter im Harz erleben. Die Ausstellung über Fledermäuse im Nationalparkhaus St. Andreasberg ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Mehr →

Große Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen des Nationalparkhauses



  • Thomas Appel (li.) begrüßt die Gäste der Jubiläumsfeier. - Foto: Mareike Sonnenschein

    Nationalparkhaus-Leiter Thomas Appel (li.) begrüßt die Gäste der Jubiläumsfeier, darunter auch den NABU-Landesvorsitzenden Dr. Holger Buschmann (r.) - Foto: Mareike Sonnenschein

  • An den Info- und Handwerkerstände konnten die Besucher sich informieren und handgemachte Produkte erwerben - Foto: Mareike Sonnenschein

    An den Info- und Handwerkerstände konnten die Besucher sich informieren und handgemachte Produkte erwerben - Foto: Mareike Sonnenschein

  • Gute Laune am Jubiläumstag trotz Regenwetter. - Foto: Mareike Sonnenschein

    Gute Laune am Jubiläumstag trotz Regenwetter. - Foto: Mareike Sonnenschein

  • Selbstverständlich konnten die Gäste auch die Ausstellung im Nationalparkhaus besuchen - Foto: Mareike Sonnenschein

    Selbstverständlich konnten die Gäste auch die Ausstellung im Nationalparkhaus besuchen - Foto: Mareike Sonnenschein

  • Die Besucher*innen konnten traditionelles Handwerk in Aktion bestaunen. - Foto: Mareike Sonnenschein

    Die Besucher*innen konnten traditionelles Handwerk in Aktion bestaunen.... - Foto: Mareike Sonnenschein

  • ..und Künstler*innen bei ihrer Arbeit über die Schulter blicken - Foto: Mareike Sonnenschein

    ..und Künstler*innen bei ihrer Arbeit über die Schulter blicken - Foto: Mareike Sonnenschein

5. Juli 2023-Rund 300 Gäste fanden am 1. Juli trotz Regen den Weg zum Nationalparkhaus Sankt Andresaberg, um das 25-jährige Bestehen zu feiern. Musik und Theater, leckeres Essen und anregende Gespräche machten die Jubiläumsfeier zu einem vollen Erfolg. Rund 300 Gäste besuchten am Samstagnachmittag das Nationalparkhaus im Harz, um es sich bei Musik und vielfältiger Verpflegung gutgehen zu lassen. „Es gab viel Austausch und angenehme Gespräche. Immer wieder war zu hören, wie positiv die Besucher*innen unserem Haus gegenüber eingestellt sind“, freut sich Thomas Appel, der das Nationalparkhaus seit acht Jahren leitet. Vom Säugling bis zu über 80-Jährigen waren alle Altersklassen vertreten: Nachbarn, Andreasberger, Harzer, Gäste aus dem Umland, Touristen dabei Vertreter des NABU, des Nationalparks und der Stadt, örtlicher und überregionaler Vereine und Verbände – alle feierten gemeinsam.

Die gute Stimmung ließen sich die Gäste auch nicht durch den Regen verderben, der immer wieder einsetzte, so dass sich die Feier schließlich überwiegend in das Haus verlagerte. „Um 14 Uhr machte der Regen eine kurze Pause, damit die Gäste sich vor den Haus versammeln konnten, um die Begrüßung und die Grußworte zu hören“, erzählt Appel mit einem Augenzwinkern. Die Betreiber der Info- und Handwerkerstände auf dem Außengelände des Nationalparkhauses hielten dem regnerischen Wetter mit typisch Harzer Zähigkeit Stand. Sie hatten auch immer wieder Besucher*innen an ihren Ständen, jedoch nicht so wie bei schönem Wetter zu erwarten wäre.

Ein Höhepunkt des Tages war die Aufführung des Knuffeltheaters aus Clausthal-Zellerfeld – der Raum war bis auf den letzten Platz mit Zuschauer*innen gefüllt. Auf dem Weg zum Theater im Obergeschoss waren Skulptur und Malerei ausgestellt.

Einzigartig auch das Angebot am Grillstand: Es gab aus dem Harz jeweils Wildbratwurst vom Rotwild und vom Schwarzwild und vom NABU Woldenhof Bratwurst vom Rind und vom Bentheimer Schwein. „Typischer kann die Kooperation zwischen Nationalpark Harz und NABU Niedersachsen auf dem Grill nicht abgebildet werden. Und alles ein echter Hochgenuss!“, findet Thoma Appel.

Dass viele Menschen gerne und unentgeltlich zum Gelingen der Feier beigetragen haben, freut den Leiter des Nationalparkhauses ganz besonders. „Diese Art, die Veranstaltung zu organisieren ist zwar einerseits der Tatsache geschuldet, dass dem Haus nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Andererseits sehen wir die breite Unterstützung auch als großartige Anerkennung unserer Arbeit an. Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken, die zu unserer schönen Jubiläumsfeier beigetragen haben. Es war ein Kraftakt, der sich aber gelohnt hat!“


Pia Lorencic bereichert Nationalparkhaus-Ausstellung mit Exponat zum Borkenkäfer

Pia Lorencic mit Borkenkäferexponat. - Foto: Thomas Appel

Pia Lorencic mit Borkenkäferexponat. - Foto: Thomas Appel

17. April 2023 - Die angehende Mediendesignerin Pia Lorencic schenkte dem Nationalparkhaus ein einzigartiges Borkenkäfer-Exponat. Besucher der Ausstellung können sich nun über den Fichtenborkenkäfer und seine Rolle im Ökosystem Wald informieren.

Die Herzbergerin Pia Lorencic studiert an der Ostfalia Hochschule in Salzgitter Mediendesign. Als in den vergangenen Dürrejahren das großflächige Sterben der Harzer Fichten begann, informierte sie sich über die Zusammenhänge und kam dabei unweigerlich zum Borkenkäfer. Je intensiver sie sich mit diesem Insekt befasste, desto klarer wurde der angehenden Designerin, wie wenig ihre Kommilitonen darüber wussten. Als im dritten Semester des Masterstudiums eine Projektarbeit anstand, entschied sie sich deshalb, dass dabei die Borkenkäfer im Mittelpunkt stehen sollten.

Ihr fertiges Werk sei zu schade, um im Archiv der Hochschule zu verschwinden, fand sie, und fragte im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg nach, ob es dort dauerhaft in die Ausstellung integriert werden könne. Thomas Appel, der Leiter des Hauses, war von der Idee begeistert. Nun können sich die Besucher der Ausstellung dank dieses einzigartigen Exponats über den Fichtenborkenkäfer und seine Rolle im Ökosystem Wald informieren.

Obwohl die Installation schon jetzt überaus ansprechend und informativ ist, plant Pia Lorencic noch eine technische Ergänzung: Die Besucher des Nationalparkhauses sollen sich die verschiedenen Abbildungen auf dem Exponat über die Kamera eines Tabletts ansehen können, wobei eine spezielle App die Abbildungen dann virtuell zum Leben erwecken soll. „Augmented Reality“ nennt sich das– eine echte Bereicherung für das Nationalparkhaus!


10 Jahre Kräuterseifenseminare im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg

11. April 2023- Eine „dufte“ Kooperation: Seit zehn Jahren kann man im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg Kräuterseifenseminare bei Joachim Garella besuchen. Der „Oberharzer Seifensieder“ aus Sankt Andreasberg verkauft seine selbst hergestellten Seifen auf den verschiedenen mittelalterlichen und Handwerkermärkten im näheren und weiteren Umfeld. Die Kräuterseifenseminare bietet Garella seit 2013 jedoch ausschließlich in Kooperation mit dem Nationalparkhaus Sankt Andreasberg an.

Seine Lavendelseife in Form einer Fledermaus wird auch nur dort verkauft. Nicht einmal an Garellas Marktstand ist diese Seife zu erwerben. Dass alle Inhaltsstoffe der Seifen bio-zertifiziert oder selbst gesammelt sind, passt dabei ideal in das Konzept des vom NABU-Landesverband betriebenen Nationalparkhauses. Das Ganze ist eine lokale Kooperation, wie man sie sich nur wünschen kann.

Hausleiter Thomas Appel findet die zehnjährige Zusammenarbeit mit Joachim Garella im wahrsten Sinne des Wortes „dufte“, kommen dadurch doch immer wieder auch Menschen in das Nationalparkhaus, die ansonsten vielleicht nie den Weg dorthin gefunden hätten.

Auch bei der großen Jubiläumsfeier zum 25-Jährigen Bestehen des Nationalparkhauses am Samstag, den 1. Juli 2023, wird Garella die Gäste an einem Stand über seine Seifenherstellung informieren.



  • Seifenherstellung erfordert Konzentration. - Foto: Thomas Appel

    Seifenherstellung erfordert Konzentration. - Foto: Thomas Appel

  • Rühren ist wichtig. - Foto: Thomas Appel

    Rühren ist wichtig. - Foto: Thomas Appel

  • Joachim Garella hilft bei der Seifenherstellung. - Foto: Thomas Appel

    Joachim Garella (r.) hilft bei der Seifenherstellung. - Foto: Thomas Appel

  • Teamwork bei der Seifenherstellung. -  Foto: Thomas Appel

    Teamwork bei der Seifenherstellung. - Foto: Thomas Appel

Sonderstempel der Harzer Wandernadel

Klaus Dumeier, Geschäftsführer der Harzer Wandernadel und Nationalparkhaus-Leiter Thomas Appel - Foto: Victoria Dietrich

Klaus Dumeier, Geschäftsführer der Harzer Wandernadel, und Nationalparkhaus-Leiter Thomas Appel - Foto: Victoria Dietrich

2. Februar 2023- Zum 25-jährigen Bestehen des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg ist während des Jubiläumsjahres dort eine Sonderstempelstelle der Harzer Wandernadel eingerichtet. Nicht im üblichen Stempelkasten, sondern am Informationstresen des Nationalparkhauses ist der Stempel während der Öffnungszeiten erhältlich. Klaus Dumeier, Geschäftsführer der Harzer Wandernadel, brachte das Hinweisschild zum Sonderstempel am 1. Februar persönlich nach Sankt Andreasberg und ließ sich vom Leiter Thomas Appel durch das Nationalparkhaus führen, in dem die Wandernadeln und Wanderpässe bereits seit 2010 verkauft werden.

Beim Erfahrungsaustausch mit dem Team des Nationalparkhauses freute man sich über die gute Kooperation, von der beide Seiten profitieren und stellte einige Parallelen zwischen beiden Organisationen fest. Sowohl im Nationalparkhaus, das vom Landesverband des NABU Niedersachsen betrieben wird, als auch bei der Harzer Wandernadel spielt das Zusammenwirken von haupt- und ehrenamtlichen Kräften eine besondere Rolle. Gemeinsam ist beiden Einrichtungen auch die aktive Förderung des naturverträglichen Tourismus: das Wandern im Nationalpark und im gesamten Harz zur Erholung, Erbauung und als Naturerlebnis.

Gefeiert wird das 25-jährige Jubiläum des Hauses am Samstag, den 1. Juli, von 14 bis 18 Uhr mit einem bunten Programm im und am Nationalparkhaus.


Im Nationalparkhaus ist der Wolf nicht länger aus Pappe

Der imposante Wolf in der Ausstellung - Foto: Thomas Appel

Der imposante Wolf in der Ausstellung - Foto: Thomas Appel

30. Januar 2023- Das Schicksal von Braunbär, Wolf, Luchs und Wildkatze wird in der Ausstellung in Sankt Andreasberg auch anhand von Tierpräparaten thematisiert. Allerdings fehlte im Nationalparkhaus bis vor kurzem ausgerechnet ein echtes Wolfspräparat. Einige Jahre lang diente stattdessen eine aus Pappe gefertigte Silhouette eines Wolfes als Ersatz. Erfreulicherweise konnte dieses Manko nun mit finanzieller Förderung durch die Bingo-Umweltstiftung im Umfang von rund 2.600,- € beseitigt werden.

Der ausgestellte Wolf wurde von Präparator Martin Baum angefertigt. Der Wolfsrüde war 2021 im Raum Hannover bei einem Verkehrsunfall getötet worden und lag danach in der Tiefkühlung des Niedersächsischen Wolfsbüros des NLWKN. Von dort wurde er dem Nationalparkhaus kostenlos zur Verfügung gestellt und die nötige Ausnahmegenehmigung für die Verwendung in der Umweltbildung erteilt.


Das Steigerhaus-Erlebniskino - Foto: Mandy Bantle

Das Erlebniskino ist wie ein Ruheraum der Bergleute unter Tage gestaltet. - Foto: Mandy Bantle

Die Ausstellung im Nationalparkhaus infomiert in einem Rundgang über die Entwicklung des Naturraums und stellt die Situation im Oberharz dar, bevor der Mensch in nennenswertem Umfang eingegriffen hat. Im Erlebniskino beispielsweise, das einer Steigerbucht nachempfunden ist, können Besucher*innen zwischen vier spannende Filmbeiträgen wählen. Sie lernen dabei Wissenswertes über die Harzhexen, die Geschichte des Mittelgebirges und seine tierischen Bewohner.

Eine fundamentale Veränderung im Naturraum Harz trat mit der Bergbauzeit und der daraus resultierenenden Übernutzung der natürlichen Ressourcen ein. Das wirkte sich auch auf die Wildtiere aus: lediglich die Wildkatze hat vermocht, im Harz zu überleben. Braunbär, Luchs und Wolf jedoch wurden vom Menschen nacheinander ausgerottet. Während der Braunbär aktuell im Harz nicht mehr vorkommt, ist der Luchs im Rahmen des Luchsprojektes von der Nationalparkverwaltung aktiv wieder ausgewildert worden und der Wolf kehrte aus eigener Kraft in den Harz zurück.

Das Nationalparkhaus ist derzeit dienstags bis sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr für Gäste geöffnet.
>>Besuchen Sie auch die Fledermausausstellung "FledermausReich"!


Fledermausfreundliche Renovierung in Sankt Andreasberg

Erneuerte Fassade mit Einfluglöchern - Foto: Thomas Appel

Erneuerte Fassade mit Einfluglöchern - Foto: Thomas Appel

9. November 2022- Nach rund 25 Jahren musste die schadhafte Holzverkleidung am Südgiebel des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg ausgebessert werden. Abgefallene Leisten boten Zwergfledermäusen inzwischen Einfluglöcher in die Hohlräume hinter den Brettern. Dort zogen sie in den vergangenen Sommern ihre Jungen auf. Diese sogenannten Wochenstuben waren dann auch der Grund dafür, dass die Arbeiten erst im September ausgeführt werden konnten. Die Abstimmung mit dem Staatlichen Baumanagement dazu erfolgte unkompliziert und sachorientiert.

Die Freiwilligen in FÖJ und Praktikum, die im Gebäude der historischen Erzwäsche im Bildungszentrum der Nationalparkverwaltung und im Nationalparkhaus arbeiten, konnten im vergangenen Juni in der Abenddämmerung knapp einhundert Zwergfledermäuse beim Ausflug aus ihrem Quartier zählen.


Einflugloch mit Regenschutz - Foto: Annika Schröder

Einflugloch mit Regenschutz - Foto: Annika Schröder

Um den Fledermäusen nach der Fassadenerneuerung auch im nächsten Jahr den Einflug zu ermöglichen, wurden vier neue Einfluglöcher geschaffen, die jeweils extra mit einem kleinen Regenschutz ausgestattet worden sind. So ist dem Artenschutz wie dem Gebäudeschutz gleichermaßen gedient.

Hausleiter Thomas Appel freut sich sehr über die Investition in das Gebäude, das die Dauerausstellung "FledermausReich" beherbegt. Besucherinnen und Besucher der Ausstellung können viel Wissenswertesüber die faszinierende Artengruppe der Fledermäuse erfahren. Dass zwischen dem "FledermausReich" und dem als Fledermauswinterquartier hergerichteten, ehemaligen Bergwerkstollen, der sich südlich des Nationalparkhauses befindet, nun tatsächlich ein Sommerquartier von Fledermäusen vorhanden ist, zeigt wie authentisch das Thema an diesem Standort ist.

Im Sommer 2023 wartet auf die Freiwilligen des Hauses eine spannende Aufgabe: Dann soll durch erneute Ausflugskontrollen ermittelt werden, wie gut die Zwergfledermäuse die Fassade auch nach den ausgeführten Arbeiten annehmen.

Die Fledermäuse und die Besucher des Nationalparkhauses haben dabei einiges gemein – sie müssen keinen Eintritt zahlen, kommen nur wieder, wenn es ihnen gefällt und sind stets willkommen.


Große Veranstaltung am Nationalfeiertag der Ukraine

Verköstigung am Nationalfeiertag. - Foto: Thomas Appel

Verköstigung am Nationalfeiertag. - Foto: Thomas Appel

30. August 2022 Am 24. August, dem Nationalfeiertag der Ukraine, hat sich die Goslarsche Zeitung gemeinsam mit dem NABU Kreisverband Goslar und dem Verein Bürger helfen Bürgern etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Am 24. August, dem Nationalfeiertag der Ukraine, hat sich die Goslarsche Zeitung gemeinsam mit dem NABU Kreisverband Goslar und dem Verein Bürger helfen Bürgern etwas ganz Besonderes einfallen lassen und aus den Erlösen einer Spendenaktion finanziert.
Mit vier Reisebussen wurden rund 240 Flüchtlinge, die jetzt im Landkreis Goslar wohnen, nach Sankt Andreasberg und zur Marienteichbaude bei Bad Harzburg gebracht.

In Sankt Andreasberg standen die Besichtigung der Grube Samson sowie Hausführungen durch das Nationalparkhaus auf dem Programm. Die Führungen fanden in Gruppe zu je ca. 20 Personen statt und wurden jeweils von einer Übersetzerin bzw. einem Übersetzer begleitet. Vor dem Nationalparkhaus hatte der NABU Goslar reichlich Bierzeltgarnituren aufgebaut und gab Getränke an die Gäste aus. Mittags gab es eine warme Mahlzeit und nachmittags Kaffee und Kuchen. An der Marienteichbaude bekamen die Gruppen Führungen durch das Wildkatzengehege und die erst im Juni neu eröffnete Wildkatzenausstellung und genossen die gleiche Verpflegung.

Insgesamt war es ein gelungener Tag an dem wir einer nicht alltäglichen Zielgruppe verschiedene Aspekte der vielfältigen Arbeit des NABU Niedersachsen näherbringen konnten. Die Zusammenarbeit zwischen NABU-Kreisverband und dem vom NABU-Landesverband betriebenen Nationalparkhaus funktionierte ausgezeichnet.


Hochbeete in voller Pracht

Hochbeete vor dem Nationalparkhaus - Foto: Thomas Appel

Hochbeete vor dem Nationalparkhaus - Foto: Thomas Appel

31. Mai 2022- Weil in den beiden Jahren so viele Veranstaltungen ausfallen mussten und das Haus auch jeweils für längere Zeit geschlossen blieb, hatten die Freiwilligen des Hauses genug Zeit, den Bau und die Bepflanzung der Hochbeete zu planen und zu realisieren.

Die Freiwilligen gehörten dabei zu drei verschiedenen Kategorien: Erstens die Teilnehmenden am Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ), die jeweils 12 Monate im Nationalparkhaus verbringen, zweitens den Teilnehmenden am Commerzbank-Umweltpraktikum, die jeweils für drei Monate dort sind und drittens studentischen Praktikantinnen und Praktikanten mit ganz unterschiedlicher Praktikumslänge.

Die Bepflanzung besteht aus zahlreichen unterschiedlichen krautigen Pflanzen von A wie Apfelminze bis W wie Walderdbeere. Unter anderem auch noch Blutampfer, Goldnessel, Gundermann und Vergissmeinnicht.

So schön auch noch ein drittes Hochbeet wäre, so groß ist die Hoffnung, dass dies nicht wieder unter ähnlichen Umständen geschaffen werden muss, wie in den vergangenen Jahren.


Ausstellung jetzt mit Kinder-Audio-Guide

Esther Siebert und Mara Kunzenmann - Foto: Thomas Appel

Esther Siebert und Mara Kunzenmann mit dem von ihnen entwickelten Audioguide. - Foto: Thomas Appel

24. September 2021- Während ihres Freiwilligen Ökologischen Jahres haben Esther Siebert und Mara Kunzenmann im Nationalparkhaus ein ganz besonderes Projekt umgesetzt: Ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) verbrachten Esther Siebert und Mara Kunzenmann zwar unter einem Dach, aber bei zwei verschiedenen Einrichtungen. Esther im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg, das vom NABU-Landesverband Niedersachsen in Kooperation mit der Nationalparkverwaltung betrieben wird, und Mara im Bildungszentrum des Nationalparks. Da die Einrichtungen aber sehr eng miteinander verzahnt sind, arbeiten auch die Freiwilligen auf vielfältige Weise zusammen.

So haben die beiden dann auch in einem Kooperationsprojekt einen Audio-Guide geschaffen, mit dem sich insbesondere Kinder auf eine spannende Zeitreise durch den Harz begeben können. Das Projekt haben die beiden völlig eigenständig realisiert: Von der Idee über die detaillierte Ausgestaltung bis hin zu den animierten Grafiken, Videos, Sprach-und Textanteilen.

Die Audio-Guides sind auf Tablet-Rechnern installiert, die am Tresen des Nationalparkhauses auf Anfrage ausgeliehen werden. In rund 30 bis 40 Minuten kann das gesamte Abenteuer erlebt werden. Die Ausstellung des Nationalparkhauses hat dadurch eine weitere Attraktion für Kinder und Familien im Angebot.


Mara Kunzenmann und Esther Siebert - Foto: Thomas Appel

Das Projekt wurde mit Mitteln der BINGO-Umweltstiftung realisiert. - Foto: Thomas Appel

Das Projekt möglich gemacht hat die Gesellschaft zur Förderung des Nationalparks, die mit den Freiwilligen einen Förderantrag bei der Niedersächsischen BINGO-Umweltstiftung gestellt hat. Der Bewilligungsbescheid von dort kam am 17. Mai des Jahres und ließ bis zum Projektabschluss am 31. August lediglich fünfzehn Wochen Zeit für die Umsetzung und Abrechnung.

„Dass die beiden dieses Projekt dann in dieser kurzen Zeitspanne realisiert haben, davor können wir nur den allergrößten Respekt haben!“ sagt Thomas Appel, Leiter des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg. „Es ist ein weiterer Beleg für die gute Zusammenarbeit zwischen Nationalparkverwaltung, GfN und dem NABU-Landesverband, der das Nationalparkhaus betreibt.“

Appel freut sich über das Engagement der Freiwilligen und ist vom Projekt begeistert: „Die Freiwilligen leisten in unserem Haus schon immer enorm wichtige Arbeit und schaffen oft Dinge mit langfristigem Wert. Dieser Kinder-Audio-Guide ist wieder ein ganz herausragender Beleg für die Kreativität und das Engagement der jungen Leute, denen wir dafür sehr dankbar sind. Der NABU ist insgesamt ein Verband, der vom ehrenamtlichen Engagement getragen wird, deshalb passen solche Projekte ganz besonders gut zu unserem Haus!“


Nationalparkhaus mit neu gestaltetem Eingangsbereich

Jürgen Heisecke vor den neu gestalteten Regalen - Foto: Thomas Appel

Jürgen Heisecke vor den neu gestalteten Regalen - Foto: Thomas Appel

26. Oktober 2020 - Provisorien halten manchmal länger als man denkt. Eine solche provisorische Lösung war vor vielen Jahren im Eingangsbereich des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg für die Auslage der diversen Flyer und Broschüren mit einem Tisch und zwei Regalen realisiert worden.

Jetzt endlich konnte der Vorbau optisch und technisch aufgewertet werden. Nach gemeinsamer Planung mit dem Nationalparkhaus hat das Team der Nationalpark-Werkstatt in Oderhaus neue Einbauschränke und Regale nach Maß angefertigt und eingebaut. In einem Schrank können Besen und Schneeschieber verstaut werden und in den anderen ist viel Platz für die Kartons mit den Vorräten der zahlreichen Broschüren und Flyer vorhanden. Auf gefrästen und kolorierten Holztafeln fanden zudem die Logos der Kooperationspartner NABU und Nationalpark, sowie die Logos der drei Stadtteile der Stadt Braunlage Platz. Auch ein Motiv zum Waldwandel im Harz und eines mit Fledermäusen, die je nach Saison aufgehängt werden sollen, wurden hergestellt.

Thomas Appel, Leiter des Nationalparkhauses freut sich besonders darüber, dass der Eingangsbereich in einer echten Gemeinschaftsaktion aufgewertet werden konnte, denn den Zugang teilt sich das vom NABU Niedersachsen in Kooperation mit der Nationalparkverwaltung betriebene Nationalparkhaus mit zwei Einrichtungen der Nationalparkverwaltung, dem Bildungszentrum – kurz BIZ – und der Revierförsterei Acker: „So arbeiten wir hier in Sankt Andreasberg zusammen, unkompliziert pragmatisch, mit geringen Kosten und zum allseitigen Vorteil. Dass wir dieses Projekt trotz aller Rückschläge durch die Corona-Zeit jetzt gemeinsam realisieren konnten, ist besonders erfreulich!“


Wickeltisch im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg installiert

Joschua auf dem neuen Wickeltisch, daneben Papa Kai Braukmüller. - Foto:Thomas Appel

Joschua auf dem neuen Wickeltisch, daneben Papa Kai Braukmüller. - Foto:Thomas Appel

Gemeinsam mit seinem Bruder Janik und den Eltern Eva Swoboda und Kai Braukmüller macht der neun Monate alte Joschua aus der Nähe von Nienburg zurzeit Urlaub im Harz. Direkt vor dem Besuch des Nationalparkhauses Sankt Andreasberg hatte Joshua noch im Auto eine neue Windel bekommen.

Komfortabler geht das ab jetzt auf dem neuen Wickeltisch, der wenige Minuten vor Eintreffen der Familie montiert worden ist. Mit einem ausgiebigen Probesitzen testete Joschua die neue Einrichtung – sozusagen aus der Perspektive der Zielgruppe – und war sichtbar zufrieden.

Da das Nationalparkhaus gerne von Familien auch mit Kleinkindern besucht wird, war die Nachfrage nach einem Wickeltisch immer wieder aktuell. Im Haus, das vom NABU Niedersachsen in Kooperation mit der Nationalparkverwaltung betrieben wird, ist man jetzt froh, dass die Planung aus dem Vorjahr realisiert werden konnte und damit eine weitere Verbesserung für die Gäste erreicht worden ist.

Hausleiter Thomas Appel dazu: „Wir bieten Informationen und Umweltbildung für alle Altersklassen von Kleinkindern bis zu Senioren und wollen, dass sich alle bei uns wohlfühlen!“


Café lädt zum Verweilen in gemütlicher Atmosphäre ein



  • Der Raum wurde farblich neu gestaltet und ist mit Naturmotiven dekoriert worden. - Foto: Thomas Appel

  • Das neue Café im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg lädt zum Verweilen ein. - Foto: Thomas Appel

  • Die Fledermäuse im Café verweisen auf die Ausstellung "FledermausReich". - Foto: Thomas Appel

27. Juni 2016 - Das kleine Café im Nationalparkhaus, das bereits seit dreizehn Jahren besteht, ist innerhalb des Gebäudes umgezogen und erneuert worden. Der neue Gastraum befindet sich jetzt direkt neben dem Hauseingang an der Nordseite des Gebäudes. Im Gegensatz zu der bisherigen Räumlichkeit sorgen hier gleich drei Fenster für reichlich Tageslicht. Der Naturladen, der sich bis vor kurzem hier befand, ist einige Meter weiter Richtung Ausstellung verschoben worden und befindet sich jetzt direkt neben dem Tresen. Alle Arbeiten erfolgten in Eigenleistung, wobei sich besonders die Praktikanten und FÖJler bei der Gestaltung sehr kreativ engagiert haben.

Thomas Appel, Leiter des Nationalparkhauses, ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden: "Wir haben hier mit geringem finanziellen Aufwand ein sehr schönes Ergebnis erzielt. Das gesamte Haus wird dadurch attraktiver." Besondere Hingucker sind die an der Decke hängenden Fledermäuse, die auf die Ausstellung FledermausReich, welche in diesem Sommer eröffnet wird, verweisen. Auch der Luchs, den Eva Schulz, die ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr im Haus verbringt, sehr naturgetreu auf den Sicherungskasten gemalt hat stellt eine visuelle Bereicherung dar.

Jochen Klähn, Leiter des benachbarten Besucherbergwerkes Grube Samson, hat zur Ausstattung des Raumes nicht nur vier alte Stühle als Sachspende beigesteuert, sondern auch vier alte Fotos. Auf diesen Fotos ist die Erzwäsche gemeinsam mit längst nicht mehr existierenden historischen Gebäuden zu erkennen. Ein Foto zeigt sogar die Errichtung des Gebäudes im Jahr 1891.

Öffnungszeiten des "Café Erzwäsche" (wie Öffnungszeiten des NP-Hauses):
Mo - Fr: 9 Uhr bis 17 Uhr
Sa, So und Feiertage: 10 Uhr bis 17 Uhr
Winteröffnungszeiten: Montags geschlossen.


Das Nationalparkhaus Sankt Andreasberg. - Foto: Thomas Appel

Nationalpark-Haus Sankt Andreasberg

Die Geopark-Infostelle bietet ein Erlebniskino und wechselnde Ausstellungen. Ein Highlight ist die Dauerausstellung zum Thema Fledermäuse.

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