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Aktuelles vom Sumpfschildkröten-Projekt

Hier erfahren Sie die Neuigkeiten und den aktuellen Stand des Projektes.

Baby-Schildkröten werden auf Auswilderung vorbereitet

Schlüpfling - Foto: Sea Life Hannover

Schlüpfling - Foto: Sea Life Hannover

26. April 2023- Sie sind gerade einmal so groß wie ein Zwei-Euro-Stück und wiegen nur sieben Gramm: Mehrere junge Europäische Sumpfschildkröten wurden am 26. April in die Obhut des Sea Life Hannover gegeben. Im Sea Life Hannover sollen die Tiere aufgezogen werden, bis sie groß genug für die Auswilderung sind. Geboren wurden die acht Mini-Schildkröten im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde.

Jeden Tag werden die Jungtiere nun gewogen und gemessen, um die Fortschritte zu dokumentieren. Wenn sie etwa 10 Zentimeter groß sind, können sie am Steinhuder Meer ausgewildert werden. Bislang hat das NABU-Projekt "Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte in Niedersachsen" 406 Tiere in den Meersbruchswiesen ausgewildert. 2022 kam es erstmal zu einer erfolgreichen Vermehrung in freier Wildbahn. Die Art ist sehr selten und in Deutschland vom Aussterben bedroht. Die Europäische Sumpfschildkröte ist Deutschlands einzige heimische Schildkrötenart.

Der NABU Niedersachsen und das Sea Life Hannover setzen sich gemeinsam für die vom Aussterben bedrohten Tiere ein, damit sie nicht aus der Landschaft und dem Bewusstsein der Menschen verschwinden.


Bereits über 400 Tiere am Steinhuder Meer angesiedelt

Umweltminister Christian Meyer und NABU-Landesvorsitzender Dr. Holger Buschmann bei der Auswilderung von Europäischen Sumpfschildkröten. - Foto: Kristin Schaper

Umweltminister Christian Meyer und NABU-Landesvorsitzender Dr. Holger Buschmann bei der Auswilderung von Europäischen Sumpfschildkröten. - Foto: Kristin Schaper

28. Juli 2023 Im Rahmen des Projektes „Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte“ entließ heute der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer junge Sumpfschildkröten in die Freiheit.

Seit 2014 werden am Steinhuder Meer zwei bis drei Jahre alte Europäische Sumpfschildkröten im Rahmen des durch das Land Niedersachsen geförderten Projektes „Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte“ in die Freiheit entlassen. Diesmal übernahm der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer die Aufgabe, die in menschlicher Obhut aufgezogenen Schildkröten freizulassen.

„Die Auswirkungen von Dürreperioden und Trockenheit sind besonders spürbar für Arten wie die Sumpfschildkröte, die auf flache und kleine Gewässer angewiesen sind", sagte Umweltminister Christian Meyer. „Daher sind Artenschutzprojekte wie das Auswildern der jungen Sumpfschildkröten so wichtig. Die ersten Erfolge sind bereits sichtbar. Die Schildkröten haben sich in ihrem neuen Lebensraum gut eingelebt, und im letzten Jahr wurden sogar die ersten erfolgreichen Eiablagen nachgewiesen. Das ist ein toller Erfolg für den Artenschutz in Niedersachsen. Die Maßnahmen zur Verbesserung und Neuanlage von Lebensräumen im Rahmen des Projekts kommen auch anderen seltenen und geschützten Arten zugute, etwa Amphibien, Libellen und weiteren Reptilienarten, aber auch bedrohten Pflanzenarten."

Die Europäische Sumpfschildkröte ist Deutschlands einzige heimische Schildkrötenart. Früher war sie auch in Niedersachsen heimisch, bevor sie durch Lebensraumzerstörung, intensiver Nachstellung und Fischerei ausgestorben ist. Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen erklärt: „Mit dem Projekt wird nicht nur eine ausgestorbene Art, sondern auch viele weitere seltene Arten unterstützt. Die Europäische Sumpfschildkröte benötigt intakte Wasserlebensräume sowie zur Eiablage auch seltene Landlebensräume wie z. B. Trockenrasen oder nach Süden exponierte Hügel. Diese dienen wiederum beispielsweise Libellen und Amphibien sowie Eidechsen, Heuschrecken und seltenen Pflanzenarten als Lebensraum.“

Die freigelassenen Tiere wurden sorgfältig nach ihrer Fitness und genetischen Eignung ausgewählt und im NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde, im Sealife Hannover und in der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) zu der jetzigen Größe großgezogen und auf die Auswilderung vorbereitet. „ Nun haben sie am Steinhuder Meer eine neue Heimat gefunden und werden in einigen Jahren hoffentlich durch Nachwuchs zu einer stabilen, sich selbst tragenden Population beitragen", freut sich Sabrina Schmidt, NABU-Projektleiterin der Wiederansiedlung. „ Von den Tieren der ersten Stunde haben schon einige die Geschlechtsreife erreicht und haben 2022 nachweislich für den ersten belegten Nachwuchs im Gebiet gesorgt. Dies ist ein großer Erfolg für das Projekt und hat gezeigt, dass die Wiederansiedlung funktionieren könnte.“

Insgesamt wurden seit 2014 über 400 Europäische Sumpfschildkröten in ihre neue Heimat am Steinhuder Meer entlassen.


Erster Nachweis einer erfolgreichen natürlichen Fortpflanzung der Europäischen Sumpfschildkröte

Leere Eiablage mit Eierschalen - Foto: Bernd Breitfeld

Leere Eiablage mit Eierschalen - Foto: Bernd Breitfeld

1. September 2022- Eine erfreuliche Nachricht und ein großer Erfolg für die Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte am Steinhuder Meer: Erstmals fand eine erfolgreiche natürliche Fortpflanzung statt. Die Europäische Sumpfschildkröte zählt zu den am stärksten gefährdeten Tierarten in Deutschland und gilt in Niedersachsen als ausgestorben. Der NABU Niedersachsen setzt sich daher im Rahmen des vom Land Niedersachsen geförderten Projektes „Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte“ dafür ein, dass diese hier wieder heimisch wird. Das Projekt am Steinhuder Meer läuft bereits seit mehreren Jahren in enger Zusammenarbeit mit der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer und der Region Hannover.

Um die Eiablagen auffinden zu können, wurden geschlechtsreife weibliche Sumpfschildkröten von Projektmitarbeitern besendert. Tatsächlich entdeckten sie bereits am 6. Juni bei einem abendlichen Kontrollgang eine Europäische Sumpfschildkröte bei einer erfolgreichen Eiablage. Erstaunlich ist, dass das Weibchen, welches die Eier abgelegt hat, erst knapp 9 Jahre alt war. Im nördlichen Verbreitungsgebiet der Art erfolgt die Eiablage nämlich meist erst mit einem Alter von 10 bis 12 Jahren.

Nun gibt es noch einen weiteren Erfolg zu verzeichnen: Aus den Eiern sind junge Sumpfschildkröten, sogenannte „Schlüpflinge“, geschlüpft. Am 30. August wurde eine erste Eierschale an der Bruthöhle gesichtet, am darauffolgenden Tag wurden noch weitere Eierschalen gefunden. Auch die Struktur der Bruthöhlenöffnung hat sich verändert. „Dies ist eine sehr erfreuliche Nachricht und ein großer Erfolg für die Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte am Steinhuder Meer“, freut sich Sabrina Schmidt, Projektleiterin vom NABU Niedersachsen.

In den kommenden Tagen werden die Projektmitarbeitenden das Gelege regelmäßig kontrollieren und das Geschehen um die jungen Sumpfschildkröten verfolgen. Diese werden entweder noch im September oder aber erst nach der Überwinterung im Frühling das Gelege verlassen.

Seit 2014 siedelt der NABU Niedersachsen am Steinhuder Meer die Europäische Sumpfschildkröte wieder an. Bis jetzt wurden insgesamt 377 Tiere freigelassen.


Auswilderungen 2022

Europäische Sumpfschildkröte - Foto: Bernd Breitfeld

Europäische Sumpfschildkröte - Foto: Bernd Breitfeld

15. Juli 2022- Auch 2022 wurden am Steinhuder Meer Europäische Sumpfschildkröten ausgewildert. Seit 2014 wurden 406 Tiere in ihre neue Heimat entlassen. Früh morgens ging es am 06.07.2022 im NABU-Artenschutzzentrum für die Europäischen Schildkröten los. Von Mitarbeiter*innen des NABU sicher in Kisten gepackt wurden sie zum Steinhuder Meer transportiert. Denn auch dieses Jahr wurden im Rahmen des Projekts "Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte in Niedersachsen" 29 Tiere am Steinhuder Meer ausgewildert. Seit dem Jahr 2014 wurden insgesamt 406 Europäische Sumpfschildkröten in ihre neue Heimat am Steinhuder Meer entlassen.

Die Europäische Sumpfschildkröte ist Deutschlands einzige heimische Schildkrötenart. Früher war sie auch in Niedersachsen heimisch, bevor sie durch Lebensraumzerstörung, intensiver Nachstellung und Fischerei ausgestorben ist. Am Steinhuder Meer finden die Sumpfschildkröten nun wieder einen guten Lebensraum. So zeigte sich, dass die Tiere in den letzten Jahren sehr gut gewachsen sind und 2022 konnte sogar erstmals eine Eiablage beobachtet werden.

Sabrina Schmidt, Mitarbeiterin des NABU und Projektleiterin der durch das Land Niedersachsen geförderten Wiederansiedlung, erklärt: „Wichtig ist auch, dass die Bevölkerung über die Europäische Sumpfschildkröte informiert wird. Im NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde, im Sealife Hannover und in der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer werden die Tiere großgezogen, bis sie ihre Auswilderungsgröße erreicht haben. Gleichzeitig informieren diese Einrichtungen Besucher*innen über diese faszinierende Tierart."


Nachwuchs der Europäischen Sumpfschildkröten 2016



  • Eier der Europäischen Sumpfschildkröte im Inkubator. - Foto: Bernd Breitfeld

    Eier der Europäischen Sumpfschildkröte im Inkubator. - Foto: Bernd Breitfeld

  • Anzeichen des Schlupfes (kleines Loch) einer Europäischen Sumpfschildkröte aus ihrem Ei. - Foto: Bernd Breitfeld

    Anzeichen des Schlupfes (kleines Loch) einer Europäischen Sumpfschildkröte aus ihrem Ei. - Foto: Bernd Breitfeld

  • Frisch geschlüpfte Europäische Sumpfschildkröte. - Foto: Bernd Breitfeld

    Frisch geschlüpfte Europäische Sumpfschildkröte. - Foto: Bernd Breitfeld

  • Ein Schlüpfling (4 Tage alt) einer Europäischen Sumpfschildkröte im Vergleich zu einer 1-Euro-Münze. - Foto: Bernd Breitfeld

    Ein Schlüpfling (4 Tage alt) einer Europäischen Sumpfschildkröte im Vergleich zu einer 1-Euro-Münze. - Foto: Bernd Breitfeld

  • Aufzucht junger Sumpfschildkröten. - Foto: Bernd Breitfeld

    Aufzucht junger Sumpfschildkröten. - Foto: Bernd Breitfeld

10. Oktober 2016 - Die Europäischen Sumpfschildkröten (Emys o. orbicularis) des NABU Artenschutzzentrums Leiferde haben in den Monaten Juni / Juli 2016 ihre diesjährigen Eier abgelegt. Insgesamt waren es über 20 Eier, die sich auf vier Gelege aufgeteilt haben.

Die Eier wurden künstlich in speziellen Inkubatoren ausgebrütet. Bei einer durchschnittlichen Temperatur von 27,5°C sind nach ca. zwei Monaten die ersten Sumpfschildkrötenbabys geschlüpft. Das Ei des abgebildeten Schlüpflings wurde im Juli 2016 im Sumpfschildkrötengehege gefunden. Die Schlüpflinge der Europäischen Sumpfschildkröte sind nach dem Schlupf etwa so groß wie eine Ein-Euromünze. In den nächsten Jahren bis zur Auswilderung werden die Größe und das Gewicht der Schlüpflinge sich vervielfachen, so dass sie gegen einige Fressfeinde (z. B. Rabenvögel, Reiher) geschützt sind.


Sonnenplätze für die Europäische Sumpfschildkröte



  • Sonnenplatz auf dem Birkenstamm - Foto: Bernd Breitfeld

  • Sonnenplatz Wurzelstumpf - Foto: Bernd Breitfeld

  • Einbringen von Birkenstämmen - Foto: Bernd Breitfeld

  • Infotafel - Foto: Bernd Breitfeld

  • Freilandgehege der Sumpfschildkröten - Foto: Bernd Breitfeld

8. August 2016 -Große Steigerungen wurden in der Zahl der Auswilderungen erzielt. Im Jahr 2014 wurden 14 Sumpfschildkröten, 2015 schon 50 und im folgenden Jahr 63 Sumpfschildkröten ausgewildert, insgesamt 127 Stück. Diese 127 Sumpfschildkröten wurden bisher auf fünf Gewässer in den Meerbruchwiesen am Steinhuder Meer verteilt. Vorsicht ist bei der Größe der ausgewilderten Tiere geboten, denn sind sie zu klein, können sie leicht Prädatoren wie Fischreiher, Rabenkrähe oder Raubfischen wie dem Hecht zum Opfer fallen. Ein Teil der Tiere wird zudem mit einem Sender versehen, so dass die Sumpfschildkröten geortet und ihre Bewegungen im Gewässer verfolgt werden können. Alle Tiere sind mit einem Transponder versehen, sodass sie bei Wiederfund eindeutig zugeordnet werden können.

Um die Tiere großzuziehen, wurde im Jahr 2015 ein von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördertes zusätzliches Freilandgehege im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde fertig gestellt und von den Sumpfschildkröten bezogen. Inzwischen haben sich dort verschiedene Pflanzen am Ufer und im Wasser z. B. Krebsschere ausgebreitet. Die Gehege ähneln in verkleinerter Form den Gewässern in den Meerbruchswiesen am Steinhuder Meer.

In die Auswilderungsgewässer der Meerbruchswiesen wurden im Herbst 2015 Birkenstämme eingebracht. Diese Birkenstämme wurden von den Tieren sehr gut als zusätzliche Sonnenplätze angenommen und auch als Deckung genutzt. Zeitgleich wurde an der Beobachtungsplattform „Kranichrastplatz“ am Wasservogelbiotop der Meerbruchswiesen eine Infotafel zum Projekt „Ein lebendes Fossil kehrt zurück - Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte in Niedersachsen“ angebracht, um über die Situation der Sumpfschildkröte und das Wiederauswilderungsprojekt zu informieren.


Sumpfschildkröte im Freilandgehege am Sonnen - Foto: Bernd Breitfeld

Sumpfschildkröte im Freilandgehege am Sonnen - Foto: Bernd Breitfeld

Durch regelmäßige Sicht- und Fangkontrollen wird der Bestand der Tiere überprüft. Bisher konnten an sehr sonnigen Tagen über ein Drittel der in diesem Gewässer ausgewilderten Sumpfschildkröten während eines Rundganges durch Sichtkontrolle beobachtet werden. Mittels der Fangkontrolle durch Reusen wird jedoch ein deutlich besseres Ergebnis erzielt. Mit dieser Methode konnten bis zu zwei Drittel der Tiere gefangen, gewogen und so auch der Entwicklungsfortschritt sowie der Gesundheitszustand der überwiegend jungen Tiere überprüft werden.

Von der Ansiedlung und dem Schutz dieser Schildkrötenart sowie dem Schutz und Erhalt der Projekthabitate profitieren auch eine große Anzahl anderer seltener und geschützter Arten langfristig am Steinhuder Meer; z.B. in den aquatischen Habitaten Amphibien und Libellen, in den terrestrischen Habitaten Reptilien, Heuschrecken und seltene Pflanzenarten.


Internationale Fachtagung zum Reptil des Jahres 2015

Richard Podloucky (Leiter der DGHT-AG Feldherpetologie und Artenschutz), Uwe Meißner (Untere Naturschutzbehörde, Landkreis Germersheim), Dr. Fritz Brechtel (Landrat Landkreis Germersheim), Dr. Axel Kwet (Präsidium der DGHT), Dr. Markus Monzel (Präsident der DGHT), Gert Müller (2. Beigeordneter der Stadt Germersheim) (v.l.) - Foto: Bernd Breitfeld

Richard Podloucky (Leiter der DGHT-AG Feldherpetologie und Artenschutz), Uwe Meißner (Untere Naturschutzbehörde, Landkreis Germersheim), Dr. Fritz Brechtel (Landrat Landkreis Germersheim), Dr. Axel Kwet (Präsidium der DGHT), Dr. Markus Monzel (Präsident der DGHT), Gert Müller (2. Beigeordneter der Stadt Germersheim) (v.l.) - Foto: Bernd Breitfeld

03. November 2015 -Am vergangenen Wochenende fand in Germersheim (Rheinland-Pfalz) die zweitägige Internationale Fachtagung 2015 "Verbreitung, Ökologie und Schutz der Europäischen Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) - Reptil des Jahres 2015" statt.

Veranstalter dieser Fachtagung waren die DGHT-AG Feldherpetologie und Artenschutz und der NABU-Bundesfachausschuss Feldherpetologie und Ichthyofaunistik in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Germersheim, der am deutsch-französischen Interreg-Projekt "Sumpfschildkröte ohne Grenzen" beteiligt war. Schwerpunktthemen der Tagung waren die Verbreitung der Europäischen Sumpfschildkröte in Mitteleuropa, neue Erkenntnisse zur Biologie und Ökologie, Schutzkonzepte und Schutzmaßnahmen sowie Wiederansiedlungsprojekte.

In den Seminarräumen des Deutschen Straßenmuseums in Germersheim trafen sich knapp 100 Sumpfschildkrötenexperten, -schützer und -Interessierte aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und der Slowakei, um sich in 15 Fachvorträgen aus 6 Ländern ein Bild zum aktuellen Stand und zu den Problemen beim Schutz und bei der Wiederansiedlung von Europäischen Sumpfschildkröten in Mitteleuropa zu verschaffen, und um sich intensiv auszutauschen. Neben Wissenschaftlern, Naturschützern und Vertretern von Behörden gab es auch viele Teilnehmer mit rein privatem Interesse an der Art bei der Tagung. Am Ende der Tagung hatten die Teilnehmer noch die Möglichkeit das französische Projektgebiet des deutsch-französischen Interreg-Projektes bei einer Exkursion kennen zu lernen.

Im Rahmen der Tagung stellte der NABU Niedersachsen sein Wiederansiedlungsprojekt der Europäischen Sumpfschildkröte 'Ein lebendes Fossil kehrt zurück' am Steinhuder Meer vor. Neben einem Vortrag konnten Interessierte in den Pausen an der Ausstellung weitere Informationen zu den Zielen und zum Stand des niedersächsischen Wiederansiedlungsprojektes und Infomaterial durch Projektmitarbeiter erhalten. Das im Jahr 2013 begonnene Projekt hat in den letzten zwei Jahren 64 junge Sumpfschildkröten im Naturschutzgebiet westlich des Steinhuder Meeres ausgewildert. In den ersten Jahren werden die Tiere intensiv beobachtet u.a. im Rahmen von Bachelorarbeiten. Vorläufige Ergebnisse der ersten beiden Jahre wurden im Vortrag und in einem Poster präsentiert.


ProjektFörderung:

Logo Land Niedersachsen

Das Land Niedersachsen unterstützt die Wiederansiedlung der Europäischen Sumpfschildkröte.

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